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28.01.2009

15:19 Uhr

Militärtransporter

Airbus und sein fliegender Albtraum

Der A400M ist längst ein Alptraum für die EADS-Tochter Airbus. Das Problem ist nur: Er nimmt kein Ende. Laut gut informierten Kreisen soll Airbus bei dem Militärtransport ein Kostenrisiko in Milliardenhöhe mit sich herumschleppen.

Ein A400M rollt auf einem Flugfeld. Foto: dpa Quelle: dpa

Ein A400M rollt auf einem Flugfeld. Foto: dpa

HB PARIS. Die EADS-Tochter Airbus trägt beim Militärtransporter A400M Konzernkreisen zufolge noch ein Kostenrisiko von 2,5 Mrd. Euro. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Mittwoch aus den Kreisen. Airbus hofft auf einen ersten Testflug des auch von der Bundeswehr bestellten Flugzeugs vor Ende 2009. Die erste A400M soll drei Jahre nach dem Erstflug an Frankreich gehen. Neben der Software zur Triebwerksteuerung gebe es andere Probleme bei Airbus selbst, hieß es. Die geforderten Leistungen seien noch nicht erreicht. Der Airbus-Konzern EADS hat wegen der Risiken bereits 1,74 Mrd. Euro zurückgestellt.

Airbus-Chef Tom Enders hat wiederholt Berichte zurückgewiesen, der Konzern könne das Projekt aufgeben. Allerdings besteht Airbus auf eine Neuverhandlung der Kaufverträge mit den Kunden. Am 12. Januar hatte Enders erklärt: „Es wäre unverantwortlich, auf der bisherigen Spur weiterzufahren.“ Den Konzernkreisen zufolge ist allerdings ein Ende des Projektes durchaus möglich. Airbus könne nicht alle Risiken alleine tragen. Da die Bundeswehr und das französische Heer das Flugzeug dringend benötigten, hoffe man aber auf eine Lösung. Im Dezember hatten Branchenexperten geschätzt, Airbus sei bei Ausklammerung der A400M-Probleme 2008 wieder mit einer Milliarde Euro in die Gewinnzone geflogen.

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