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17.01.2011

21:11 Uhr

Milliardärsholding AAR

BP verärgert alte Partner in Russland

VonKatharina Slodczyk , Florian Willershausen

TNK-Miteigner stellen Kooperation der Briten mit Rosneft infrage. Analysten sagen eine Fusion voraus. Premier Wladimir Putin hat das Geschäft wohl ebenfalls bereits abgesegnet.

BP-Chef Bob Dudley (l.) und Rosneft-Präsident Eduard Kudainatov DAPD

BP-Chef Bob Dudley (l.) und Rosneft-Präsident Eduard Kudainatov

LONDON, MOSKAU. Die neue Allianz zwischen dem britischen Ölmulti BP und dem Kreml-Konzern Rosneft wird voraussichtlich den russischen Energiemarkt umkrempeln. Die Kooperation könnte zu einer Fusion von Rosneft und der russischen BP-Tochter TNK-BP führen, sagen Analysten voraus.

Rosneft ist der größte russische Ölförderer, TNK-BP die Nummer drei. Das Unternehmen gehört zu gleichen Teilen BP und der Holding Alfa Access Renova (AAR). Dahinter stehen die russischen Milliardäre Viktor Wechselberg, Leonid Blawatnik und Michail Fridman.

BP kündigte Ende vergangener Woche eine milliardenschwere Überkreuzbeteiligung mit Rosneft an. Zudem wollen die Unternehmen 2015 gemeinsam mit Ölbohrungen in der Arktis beginnen.

Die Milliardärsholding AAR, der langjährige BP-Partner bei TNK-BP, reagierte zunächst kritisch auf diese Nachricht. BP könne nur mit Hilfe von TNK-BP in Russland Öl fördern und dürfe sich nicht mit anderen russischen Konkurrenten verbünden, hieß es. AAR werde Einspruch gegen die Zusammenarbeit von Rosneft und BP einlegen.

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