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15.07.2011

17:03 Uhr

Milliarden-Gebot

Carl Icahn will Milliardendeal stemmen

Der Großinvestor Carl Icahn hat 10,2 Milliarden Dollar für Clorox geboten. Der Kurs des Bleichmittelherstellers schoss daraufhin in die Höhe - Analysten aber bleiben skeptisch.

Carl Icahn hat mehrere Milliarden Dollar auf seinem Konto. Quelle: Reuters

Carl Icahn hat mehrere Milliarden Dollar auf seinem Konto.

ChicagoDer streitbare US-Investor Carl Icahn liebäugelt mit einer milliardenschweren Übernahme des kalifornischen Bleichmittelherstellers Clorox. Mit seinem Plan einer Komplettübernahme für 10,2 Milliarden Dollar verschaffte er der Clorox-Aktie einen kräftigen Kursschub. Gleichzeitig schlug der Milliardär in dem Schreiben an Clorox-Chef Donald Knauss vor, auch andere interessierte Unternehmen sollten sich an einem Verkaufsprozess beteiligen können. Er sei zuversichtlich, dass der in Oakland ansässige Konzern dadurch noch viele, bessere Übernahmeofferten erhalten werde.

An der US-Börse schoss die Clorox-Aktie zeitweise um 8,8 Prozent auf 74,50 Dollar in die Höhe. Bereits vorbörslich war der Clorox-Kurs deutlich gestiegen.

Icahn ist dafür bekannt, mit harten Bandagen für Wertsteigerungen seiner Investments zu kämpfen. Der Investor hält nach eigenen Angaben gegenwärtig 9,4 Prozent an Clorox. Damit wäre er der größte Einzelaktionär des Unternehmens, das für seine Brita Wasserfilter bekannt ist.

Sein Angebot von 76,50 Dollar pro Aktie entspricht einem Aufschlag von zwölf Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Donnerstag. „Während wir bereitstehen und in der Lage sind, Clorox zu kaufen, ermuntern wir dich, einen offenen und freundlichen Verkaufsprozess abzuhalten“, hieß es einem Brief an Clorox-Chef Knauss. Allen interessierten Käufern solle Einblick in die Bücher gewährt und sie sollten zu Offerten aufgefordert werden.

Käufer aus der Branche könnten bei einer Übernahme Synergien erzielen. Angebote von 100 Dollar je Aktie oder mehr seitens Rivalen wie Procter & Gamble, Kimberly Clark, Henkel, Colgate Palmolive oder Reckitt Benckiser seien daher realistisch.

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