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18.04.2012

10:42 Uhr

Milliarden-Projekte

Volkswagen setzt in der Volksrepublik auf Offensive

VonMichael Inacker, Wolfgang Reuter

ExklusivBis zum Jahr 2016 will Volkswagen 14 Milliarden Euro in China investieren. Der Deal soll im Beisein von Premier Jiabao und Kanzlerin Merkel besiegelt werden. Doch die Offensive birgt Risiken.

VW-Chef Martin Winterkorn geht in China in die Offensive. dpa

VW-Chef Martin Winterkorn geht in China in die Offensive.

Berlin/DüsseldorfVolkswagen setzt seine Innovationsoffensive in China fort. Nach Informationen aus dem Kanzleramt und dem Wirtschaftsministerium wird Konzernchef Martin Winterkorn am Montag im Beisein von Chinas Premier Wen Jiabao und Bundeskanzlerin Angela Merkel den Bau eines neuen Werks in der Volksrepublik und weitere Projekte besiegeln. Insgesamt will VW bis zum Jahr 2016 rund 14 Milliarden Euro in China investieren.

Die Volksrepublik ist ein wachsender Markt für Volkswagen; 2011 verkaufte der Konzern dort bereits 27 Prozent seiner Autos. Wegen der starken Abhängigkeit vom Reich der Mitte ist das Engagement nicht ohne Risiko. Zum einen verlangt Peking – in der Hoffnung auf Technologietransfer –, dass ausländische Anbieter mit einheimischen Herstellern kooperieren. So betreibt VW Gemeinschaftsunternehmen mit den Partnern FAW und SAIC.

Zum anderen stellt Peking gern die Ausländer an den Pranger, wenn es in diesen Gemeinschaftsunternehmen Probleme gibt, so wie zuletzt bei Getrieben. Stefan Bratzel, Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach, sieht die VW-Pläne deshalb nicht nur positiv: „Mit weiteren Investitionen wächst die Verwundbarkeit.“ Denn dass der Konzern derzeit so glänzend dasteht, verdankt er vor allem dem China-Geschäft.

Am morgigen Donnerstag findet in Hamburg die Volkswagen-Hauptversammlung statt.

Kommentare (4)

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mx1

18.04.2012, 11:12 Uhr

VW schenkt sein KnowHow auch für den schnellen Gewinn her. Die Aktionäre müssen schließlich befriedigt werden.
Es wird alles dem Shareholder Value geopfert.

Schnallen die da oben das denn immer noch nicht? Sie schenken den cHinesen das KnowHow für lau. Die müssen inzwischen nciht mehr wie früher die Produkte auseinandernehmen, um zu sehen, was drin steckz, sie lassen sich alles "ins Haus" liefern.

Wenn sie alles wissen, werden die ausländ. Firmen mit Problemen überzogen, so dass sie sich gerne aus den Joint Ventures entfernen und das Know How dann in China vorhanden ist.

Account gelöscht!

18.04.2012, 12:11 Uhr

Die Zukunft wird es zeigen und dann kann man sagen, "hätte man doch - ...." oder man hat alles richtig gemacht.
Tatsächlich kann man aber jetzt schon sagen, dass es ein Vabanquespiel ist und mit wirtschaftlicher Vernunft nur vordergründig etwas zu tun hat. Okay, niemand weiß wie China sich z. B. in zwanzig Jahren gesellschaftlich entwickeln wird. Die letzten zwanzig Jahre lassen da allerdings nichts Gutes erahnen, denn wirtschaftliche Entwicklung mit prekärer und unmündiger Arbeitnehmerschaft kann auf lange Sicht für Volkswagen nicht nur zum Vorteil sein. Von den rechtlichen und politisch motivierten "nationalsozialistischen" Risiken in China mal völlig abgesehen, obwohl die allein einen westlichen Großkonzern der sich in China übergebühr engagiert in die Knie zwingen könnte.
Der Name "Volkswagen" sollte zumindest auch ein wenig Verpflichtung sein, denn Volk heißt auf griechisch Demos und China ist beileibe nicht annähernd eine Demokratie oder gar ein Rechtsstaat und wird bedauerlicherweise so schnell auch keiner werden. Es gibt aber eine große Demokratie in Asien die dringend insbesonders wirtschaftlich weiter entwickelt werden müsste. Warum investiert Volkswagen, der zu einem kleinen Teil ein "öffentlich rechtlicher" Konzern ist, nicht entsprechend der chinesischen Investitionen auch in Indien ?! Möglicherweise wird man das eines Tages bereuen, man sollte nicht immer mutwillig und nur provitorientiert an Ästen sägen die man zum oben bleiben benötigt !

peer

18.04.2012, 12:26 Uhr

---mx1

stimmt, die Profanen und Ahnungslosen sehen es so.

tut so viel Unwissen eigentlich weh?

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