Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.01.2005

09:46 Uhr

Milliarden-Umsatz erwartet

Adidas-Chef bezeichnet WM in Deutschland als "Jahrhundertchance"

Der Sportartikelhersteller Adidas will seinen Umsatz in China auf mehr als eine Milliarde Euro steigern. Während China rasant wächst, fehle es in Europa noch an «Feuer», sagte Konzern-Chef Hainer.

HB BERLIN. China und Japan sind für den deutschen Sportartikelhersteller Adidas die größten Wachstumsmärkte. «Unser Ziel ist es, bis zum Ende des Jahrzehnts die Umsatzmilliarde (in China) zu erreichen», sagte Vorstandschef Herbert Hainer in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Im abgelaufenen Jahr seien die Umsätze in China mit rund 100 Millionen Euro verdoppelt worden. «Schon jetzt ist dort die Vorfreude auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking spürbar», sagte Hainer. Für den gesamten asiatischen Raum prognostiziert Hainer ein Wachstum im zweistelligen Bereich. ´

Auch in Japan peile man die Umsatzmilliarde an. «In Asien werden wir in vier Jahren zwei Milliarden Euro Umsatz machen», sagte Hainer. «Von den Einzelmärkten werden der zweit- und drittgrößte - hinter den USA - mit China und Japan in Asien liegen«, sagte er laut dpa.

Der schwierigste Markt ist nach Angaben von Hainer Europa: «Es fehlt das Feuer», sagte er. Für 2005 erwarte man dennoch ein Umsatzplus von etwa fünf Prozent. Neuen Schwung erhofft der Adidas-Chef besonders von der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.

Auch für den weltweit wichtigsten Sportartikelmarkt in Nordamerika sehe er positive Perspektiven, sagte Hainer. «Wir streben 2005 ein Umsatzplus von mehr als fünf Prozent an.» Für das abgelaufene Jahr 2004 liege adidas mit einem währungsbereinigten Plus von drei bis fünf Prozent über den ursprünglichen Erwartungen.

«Nach Schwierigkeiten im ersten Halbjahr ist uns in der zweiten Jahreshälfte die Wende gelungen.» Bei Basketball, Fußball und Baseball sei man in den USA gut vertreten. «Im American Football haben wir noch keinen starken Fuß, da sind wir am Überlegen», erklärte Hainer.

Der Konzern werde dazu einen «in Design und Materialaufbau komplett neuen Ball» vorstellen. Auch ein neuer Fußballschuh werde entwickelt. Das zuletzt rückläufige Auftragsvolumen in Europa werde sich 2005 wieder verbessern, gab sich Hainer zuversichtlich. «Die WM ist eine Jahrhundertchance für uns. Die Umsatzmilliarde im Fußballgeschäft werden wir dann mit Sicherheit knacken.»

Der Konzern-Chef gab sich mit dem Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres zufrieden: Der Umsatz werde währungsneutral um etwa fünf Prozent steigen, der Gewinn um 20 Prozent. «Wir werden zudem die Schulden deutlich abbauen», sagte Hainer. «Ende 2004 steht das Unternehmen finanziell auf sehr gesunden Füßen.» Akquisitionen seien derzeit jedoch nicht geplant.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×