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08.01.2012

14:38 Uhr

Milliardenauftrag

Chinesische Fluglinie ordert zehn Airbus-Maschinen

Laut einem Medienbericht hat die Fluggesellschaft Hong Kong Airlines insgesamt zehn Flugzeuge vom Hersteller Airbus bestellt. Dem deutsch-französischen Konzern winken Einnahmen von mehr als drei Milliarden Dollar.

Airbus A330 von Hong Kong Airlines: Nun steht dem Hersteller ein neuer Großauftrag der chinesischen Fluglinie ins Haus. AFP

Airbus A330 von Hong Kong Airlines: Nun steht dem Hersteller ein neuer Großauftrag der chinesischen Fluglinie ins Haus.

Paris/LondonDer europäische Flugzeugbauer Airbus hat einem Bericht zufolge einen Milliardenauftrag aus China erhalten. Die chinesische Fluggesellschaft Hong Kong Airlines wolle zehn Airbus A380 kaufen, berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf die Fluggesellschaft. Der Listenpreis liege bei 3,8 Milliarden Dollar (rund drei Milliarden Euro).Airbus werde 2015 mit der Auslieferung der Riesenflugzeuge beginnen.

Airbus wollte den Bericht nicht bestätigen. Sprecher Stefan Schaffrath sagte, neue Aufträge sollten am 17. Januar bekanntgegeben werden. Er bestätigte, ein solcher Auftrag hätte einen Listenpreis im Volumen von rund 3,8 Milliarden Dollar, basierend auf einem Stückpreis von rund 375 Millionen Dollar.

Üblich sind bei Flugzeugbestellungen allerdings Rabatte in prozentual zweistelliger Höhe.

Wie die Zeitung weiter berichtete, hatte die chinesische Regierung im Streit um den europäischen Emissionshandel in der Luftfahrt damit gedroht, das Geschäft mit Airbus platzen zu lassen. Seit dem 1. Januar brauchen Airlines Lizenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen, wenn sie von, nach oder innerhalb von Europa fliegen. Der Chef des chinesischen Luftfahrtverbands Cata hatte Medienberichten zufolge angekündigt, China werde sich nicht am EU-Handel mit Luftverschmutzungsrechten beteiligen.

Airbus war im vergangenen Jahr erneut der weltgrößte Flugzeugbauer. Zwar konnte der US-Erzrivale Boeing die Zahl seiner Auslieferungen auf 477 Maschinen steigern, wie der Konzern am Donnerstag mitgeteilt hatte. Airbus jedoch kommt nach Angaben aus Branchenkreisen auf mehr als 530 Jets.

Angesichts einer überalterten Flotte, schärferer Umweltauflagen, höherer Kerosinpreise und steigender Passagierzahlen in den Schwellenländern hatten die Fluggesellschaften im vergangenen Jahr massenhaft Bestellungen aufgegeben. Airbus hatte dabei vor allem mit seinem modernisierten Kurz- und Mittelstreckenjet A320neo abgeräumt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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klaus ermecke

08.01.2012, 14:52 Uhr

Liebes HANDELSBLATT, ist Ihren Redakteuren eigentlich bewußt, daß Sie sich für ein Propagandasystem einspannen lassen?

Oben heißt es, "...China werde sich nicht am EU-Handel mit Luftverschmutzungsrechten beteiligen". Aber die Betonung des Begriffs "Handel" ist nur ein Ablenkungsmanöver.

In Wirklichkeit geht es um ein totales Produktionsverbot, von dem sich die Unternehmen freikaufen müssen, indem sie CO2-Zertifikate präsentieren. Es wird also ein künstliches Produktionsmittel erschaffen, daß seinen Wert allein dadurch erhält, daß der Staat seine Benutzung vorschreibt, es dann aber verknappt. Dieses Produktionsmittel erhalten dann einige Unternehmen geschenkt, andere müssen es kaufen, d.h. der Staat verteilt hinter den Kulissen grundgesetzwidrig Vermögen um. Zugleich werden ganze Branchen als potentielle Kritiker der Regierungspolitik ausgeschaltet: es droht nicht die Verschleppung ins KZ, wohl aber die Zuteilung von weniger Zertifikaten. Die Öko-Diktatur kommt schleichend, aber ihre Einrichtung ist bereits im Gange.

Und die freie Presse? Sie schläft. Oder sie schweigt aus anderen Gründen.

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