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21.11.2014

02:51 Uhr

Milliardenauftrag

Delta setzt auf Airbus statt Boeing

Der europäische Flugzeugbauer Airbus soll der der US-Luftfahrtgesellschaft Delta Air Lines 50 Maschinen liefern. Konkurrent Boeing mit seinem 787 Dreamliner hat das Nachsehen.

A350 im Anflug: Die US-Airline Delta kauft 50 Maschinen bei Airbus. Reuters

A350 im Anflug: Die US-Airline Delta kauft 50 Maschinen bei Airbus.

Atlanta/Paris/SeattleDer Flugzeugbauer Airbus hat gegen den ewigen Rivalen Boeing einen Punktsieg erzielt: Die US-Fluggesellschaft Delta Airlines will zwischen 2017 und 2019 alte Maschinen des US-Konzerns durch neuere Jets des europäischen Herstellers ersetzen.

Dazu ordert Delta je 25 Maschinen des Typs A350-900 und A330-900neo, wie das Unternehmen am Donnerstag in Atlanta mitteilte. Über den Deal berichteten zuvor bereits informierte Kreise.

Das sind die besten Airbus-Kunden

Platz 10 – Emirates

Die Bestellung von Emirates ließ zum Ende des Jahres das Herz der Airbus-Verantwortlichen schneller schlagen. Denn die Araber orderten 50 Stück des Riesenfliegers A380, der im ganzen Jahr noch nicht verkauft worden war.

Rangliste nach Anzahl der bestellten Maschinen 2013, Quelle: Airbus

Platz 9 – Viva-Aerobus

Bei der mexikanischen Billig-Airline hat Airbus Konkurrent Boeing ausgestochen. Das Unternehmen will bis 2016 ihre komplette Boeing-Flotte gegen europäische Jets austauschen. Im Oktober bestellte Viva-Aerobus daher 40 Stück des A320neo und ein Dutzend herkömmliche A320 bei Airbus.

Platz 8 – Vueling

Der Billigflieger bereitet der British Airways- und Iberia-Mutter IAG viel Freude. Das Geschäft läuft gut, darauf lassen nicht zuletzt die Bestellungen schließen. 62 Mittelstreckenflieger A320 orderte IAG für Vueling, die sich ungefähr zur Hälfte auf Jets der herkömmlichen und der neuen Neo-Bauart aufteilen.

Platz 7 – ILFC

Das Flugzeug-Leasing-Unternehmen ILFC findet sich ebenfalls in der Top Ten der besten Airbus-Kunden. Die US-Gesellschaft aus Kalifornien bestellte bei den Europäern im Jahr 2013 50 Stück des Mittelstreckenjets A320neo und 15 A321.

Platz 5 – Turkish Airlines

Turkish Airlines erteilte den größten Auftrag seiner Geschichte – an Airbus. Insgesamt orderte die Gesellschaft 87 Flugzeuge: 53 Maschinen des A321neo, 25 herkömmliche A321, vier A320neo und fünf A330-300.

Platz 5 – Etihad

Die Golf-Airlines bestellten 2013 was das Zeug hält. Bei Airbus orderte Etihad insgesamt 87 Maschinen. Von den Mittelstreckenjets bestellten die Araber 26 Stück des A321neo und zehn A320neo. Mit 50 Maschinen des neuen A350 XWB will Etihad demnächst die Langstrecke bedienen. Dazu orderte die Fluggesellschaft eine A330-200F.

Platz 4 – Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa teilte die größte Bestellung ihrer Unternehmensgeschichte auf und bestellte Flugzeuge bei Airbus und Boeing. Der europäische Luftfahrtkonzern konnte sich über die Order von 25 Langstreckenjets des Typs A350-900 freuen, die ab 2014 ältere A340-300 ablösen sollen. Zuvor hatte die Lufthansa bereits 100 Mittelstreckenflieger bestellt – 30 herkömmliche A320, 35 A320neo und 35 A321neo.

Platz 3 – American Airlines

Im Dezember 2013 schlossen sich American Airlines und US Airways nach langem hin und her zur neuen American Airlines zusammen. Anfang des Jahres hatte die alte American schon neue Airbus-Maschinen bestellt. 130 Mittelstreckenjets A321 sollen die fusionierte Fluggesellschaft in eine bessere Zukunft fliegen.

Platz 2 – Easyjet

Der Billigflieger rüstet auf: Easyjet orderte bei Airbus 144 Flugzeuge. Ausschließlich der Mittelstreckenjet A320 steht auf der Bestellliste. Mit den Maschinen verschiedener Baureihen will Easyjet Platzhirsch Ryanair weiterhin Druck machen.

Platz 1 – Lion Air

Mit der indonesischen Fluggesellschaft konnte Airbus im Jahr 2013 einen neuen Kunden hinzugewinnen. Und Lion Air schlug gleich richtig kräftig zu. Dir Airline bestellte insgesamt 234 Maschinen: 60 Stück des herkömmlichen Airbus A320, 109 A320neo und 65 Maschinen des A321neo. Lion Air wurde erst im Jahr 2000 gegründet und bedient insbesondere Ziele innerhalb der Insel-Nation Indonesien.

Laut Listenpreis hat die Bestellung einen Gesamtwert von gut 14 Milliarden US-Dollar. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich.

Airbus sticht mit dem Auftrag den US-Konkurrenten Boeing aus, der seinen 787 Dreamliner angeboten hatte.

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