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17.09.2012

11:29 Uhr

Milliardeninvestition

US-Regierung will GM-Aktien derzeit nicht verkaufen

Laut eines Berichts des „Wall Street Journal“ will sich die Regierung nicht von seinen General-Motors-Papieren trennen. Bei einem Blick auf den Kurs wird schnell klar warum: Ein Verkauf hätte riesige Verluste zur Folge.

GM-Manager bei der Börsenrückkehr des Autobauers vor zwei Jahren. dapd

GM-Manager bei der Börsenrückkehr des Autobauers vor zwei Jahren.

Das US-Finanzministerium will sich einem Zeitungsbericht zufolge derzeit nicht von seinen General-Motors-Aktien trennen. Ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt würde große Verluste der Investition mit sich bringen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Das Finanzministerium ist mit 26,5 Prozent an der Opel-Mutter General Motors (GM) beteiligt.

Die Regierung habe kein Interesse an einem aktuellen Verkauf, hieß es in dem Zeitungsartikel. Anfang des Jahres habe GM vorgeschlagen, 200 Aktien aus dem Besitz der US-Regierung zurückzukaufen, die restlichen rund 300 Papiere, die die Regierung hält, könnten dann offiziell zum Verkauf gestellt werden, hieß es in dem Bericht. Würde die Regierung ihre GM-Anteile zum derzeitigen Aktienkurs verkaufen, würde sie mit der GM-Rettung der Zeitung zufolge rund 15 Milliarden Dollar Verlust machen.

Die Zeitung zitierte einen GM-Sprecher: „Das Finanzministerium wird seine eigenen Entscheidungen im Hinblick auf den GM-Anteil treffen, wie jeder andere Investor.“ Weder GM noch das Finanzministerium konnten für eine Stellungnahme erreicht werden.

Die US-Regierung hatte den Autokonzern in der Finanz- und Wirtschaftskrise mit 52 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt. Nach einer Blitzinsolvenz kehrte GM vor zwei Jahren an die Börse zurück und kämpfte sich später an die Weltmarktspitze zurück. US-Präsident Barack Obama hat sich für die Rettung von GM feiern lassen.

Die größten Autohersteller in den USA

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in den USA abgeschnitten haben. (Daten: 2. Quartal 2012)

Platz 10

BMW - 83.000 verkaufte Fahrzeuge

Die USA gehören für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Doch im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz im zweiten Quartal nur um fünf Prozent zulegen.

Platz 9

Kia- 151.000 verkaufte Fahrzeuge

Währen die Koreaner in anderen Weltregionen stark wachsen, ist das Wachstum in den USA eher moderat. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge stieg im Jahresvergleich um sieben Prozent.

Platz 8

Volkswagen - 151.000 verkaufte Fahrzeuge

Während die Wolfsburger weltweit zu den größten Autoherstellern zählen, haben sie auf dem amerikanischen Markt noch einen großen Abstand zur Spitze. Immerhin konnte der Absatz im Jahresvergleich um 28 Prozent zulegen.

Platz 7

Hyundai - 193.000 verkaufte Fahrzeuge

Sieben Prozent mehr Fahrzeuge konnten die Koreaner im zweiten Quartal verkaufen. In den USA bewegen sie sich auf einem Mittelfeldplatz.

Platz 6

Nissan - 255.000 verkaufte Fahrzeuge

In den USA erholen sich die Japaner von ihrer Absatzschwäche. Mit einem Wachstum von 16 Prozent festigen sie ihre Position unter den größten Herstellern in den USA.

Platz 5

Chrysler - 436.000 verkaufte Fahrzeuge

Kein US-Hersteller legte im abgelaufenen Quartal so stark zu wie Chrysler. Die Fiat-Tochter schmälert mit einem Wachstum von 24 Prozent die Sorgen ihres angeschlagenen Mutterkonzerns Fiat.

Platz 4

Honda - 450.000 verkaufte Fahrzeuge

Zurück in der Spitzengruppe. Mit einem Wachstum von 100 Prozent melden sich die Japaner eindrucksvoll zurück. 45 Prozent der Produktion werden mittlerweile in den USA verkauft.

Platz 3

Toyota - 559.000 verkaufte Fahrzeuge

Das Ziel ist klar: Der weltgrößte Autohersteller der Welt will auch im amerikanischen Markt zurück auf die Spitzenplätze. Mit einem Wachstum von 47 Prozent im zweiten Quartal wurde der Abstand auf die US-Hersteller verkürzt.

Platz 2

Ford - 576.000 verkaufte Fahrzeuge

Im Heimatmarkt machen die US-Amerikaner fast 42 Prozent ihres Umsatzes. Umso besser, dass dort die Verkäufe wieder anziehen. Ford kommt auf ein Wachstum von fünf Prozent.

Platz 1

General Motors - 707.000 verkaufte Fahrzeuge

Detroit bleibt die Wiege der amerikanischen Autoindustrie - und General Motors führend im Heimatland. Mit einem Wachstum von sechs Prozent konnte der Vorsprung im zweiten Quartal sogar leicht ausgebaut werden.

Von

rtr

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