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06.07.2014

19:32 Uhr

Milliardeninvestition

VW plant zwei neue Fabriken in China

Volkswagen baut seine Produktion in China weiter aus. Offenbar plant der Konzern zwei neue Fabriken in den Städten Tianjin und Qingdao. Zusammen mit chinesischen Partnern will VW 18,2 Milliarden Euro investieren.

VW-Präsentation in Peking: Auch im bereits bestehenden Werk in Chengdu soll die Kapazität ausgebaut werden. Reuters

VW-Präsentation in Peking: Auch im bereits bestehenden Werk in Chengdu soll die Kapazität ausgebaut werden.

Chengdu/PekingDer Volkswagenkonzern will seine Präsenz in China weiter ausbauen. Am Rande einer China-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag aus Delegationskreisen, dass VW die Genehmigung der staatlichen Behörde NDRC erhalten hat, zwei weitere Standorte in China zu eröffnen. Geplant seien Fabriken in den Städten Tianjin und Qingdao im Osten des Landes. VW wollte sich dazu zunächst nicht äußern. Zudem will der Konzern seine Produktion in seinem Werk in Chengdu im Westen des Landes auf 600.000 Autos pro Jahr ausbauen.

Bundeskanzlerin Merkel hatte am Sonntag das VW-Werk Chengdu besichtigt. VW-Chef Martin Winterkorn sagte bei dem Besuch, dass er trotz des bereits hohen Anteils Chinas für das Konzernergebnis keine Risiken für weitere Investitionen sehe.

Die VW-Sparten im Überblick

Volkswagen Pkw

Die Kernmarke des Volkswagen-Konzerns litt im Jahr 2013 unter der Absatzschwäche. Mit 4,7 Millionen verkauften Fahrzeugen schrumpfte der Absatz um 2,2 Prozent. Der Umsatz ging sogar um 4,4 Prozent zurück. Immerhin erwirtschaftet die Kernmarke noch ein operatives Ergebnis von 2,9 Milliarden Euro.

Audi

Die Premiumtochter aus Ingolstadt konnte die Verkäufe steigern. Mit 1,35 Millionen verkauften Fahrzeugen steht unterm Strich ein Plus von 3,85 Prozent. Auch der Umsatz legte leicht auf 49,88 Milliarden Euro zu. Unter Strich steht trotzdem ein deutlicher Rückgang beim Profit um rund 6,3 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro.

Skoda

Mit günstiger VW-Technik konnte die tschechische Tochter in den vergangenen Jahren die Kunden locken. Im Jahr 2013 lief es schlechter. Mit 719.000 verkauften Fahrzeuge ging der Absatz um 1,2 Prozent zurück. Der Umsatz fiel es ebenfalls leicht schlechter aus und beträgt nun 10,32 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis hat das deutliche Spuren hinterlassen. Der Gewinn beträgt 522 Millionen Euro und damit satte 26,7 Prozent weniger.

Seat

Das spanische Sorgenkind kommt bei den Verkaufszahlen wieder auf die Bein 459.000 Fahrzeuge verkauften die Spanier im Jahr 2013 - ein Plus von rund sieben Prozent. Auch der Umsatz legt um rund sechs Prozent auf 6,87 Milliarden Euro zu. Unterm Strich steht aber immer noch ein Verlust von 152 Millionen Euro, der immerhin um vier Millionen reduziert wurde.

Porsche

Die Profitmaschine aus Zuffenhausen treibt erstmals das operative Ergebnis des VW-Konzerns an. Seit der Integration im August 2012 hat der Sportwagenbauer einen Profit von 1,46 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Umsatz beträgt nun 7,03 Milliarden Euro. Der Absatz von Porsche wurde auch 78.000 Fahrzeuge taxiert.

Bentley

Bald soll die Luxus-Autoschmiede einen Nobel-SUV an den Start bringen. Dieses Jahr legt der Absatz um 21 Prozent auf 11.000 verkaufte Fahrzeuge. Auch beim Umsatz steht bei 1,68 Milliarden Euro ein Plus von 15,5 Prozent. Der Gewinn der britischen Nobeltochter legt um satte 68 Prozent auf 168 Millionen Euro zu.

VW Nutzfahrzeuge

Die Nutzfahrzeugsparte des Konzerns schwächelt weiter. Der Absatz stagniert bei 436.000 verkauften Fahrzeuge. Der Umsatz schrumpft ebenfalls leicht auf 9,37 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legt dagegen um 6,4 Prozent zu auf 448 Millionen Euro.

Scania

Die schweren Schweden verkaufen wieder mehr. Mit 80.000 verkauften Lkws stieg der Absatz um 19,4 Prozent, auch der Umsatz legt um 11,2 Prozent auf 10,36 Milliarden Euro zu. Mit 974 Millionen Euro ist das operative Ergebnis rund 4,7 Prozent besser als im Vorjahr.

MAN

Mit einem Beherrschungsvertrag sitzt VW längst auch bei den Münchenern am Steuer. Der Absatz des Lkw-Bauers legte im Gesamtjahr 2013 leicht auf 140.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Der Umsatz sinkt dagegen leicht auf 15,86 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis steht unterm Strich ein Gewinn von 319 Millionen Euro - ein Rückgang um satte 61 Prozent.

VW Finanzdienstleistungen

Mit einem Umsatzplus von 10,8 Prozent leistet die Finanztochter des VW-Konzerns mittlerweile einen ordentlichen Beitrag zum Konzernergebnis. Das operative Ergebnis legte im Jahr 2013 um 17,5Prozent auf 1,86 Milliarden Euro zu.

Der Konzern teilte am Sonntag mit, dass er zusammen mit seinen chinesischen Partnern bis 2018 18,2 Milliarden Euro investieren wolle. Neben dem Werk in Chengdu betreibt VW mit seinem chinesischen Partner FAW Werke in Changchun, im Nordosten Chinas und im südchinesischen Foshan. Mit der zweiten Joint Venture Gesellschaft Shanghai Volkswagen werden fünf weitere Werke in Shanghai, Nanjing, Yizheng, Ningbo und Urumqi betrieben. 2015 wird nach VW-Angaben ein weiteres Werk in Changsha eröffnet.

Von

rtr

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