Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.09.2013

16:09 Uhr

Milliardenprozess

Merckle-Klage gegen Porsche SE vor Gericht

Die Übernahmeschlacht zwischen Porsche und VW beschäftigt nun die Richter des Braunschweiger Landgerichts. Die Merckle-Gruppe hat die Porsche SE angeklagt. Es ist nur einer von vielen Prozessen im Milliardenstreit.

Das Volkswagenlogo vor dem Firmenzeichen des Autoherstellers Porsche. Die Muttergesellschaft Porsche SE muss sich nun vor Gericht verantworten. Es geht um Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe. dpa

Das Volkswagenlogo vor dem Firmenzeichen des Autoherstellers Porsche. Die Muttergesellschaft Porsche SE muss sich nun vor Gericht verantworten. Es geht um Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe.

Braunschweig/StuttgartDie Millionenklage aus dem Kreis der Merckle-Gruppe gegen die Porsche-Muttergesellschaft kommt Ende Oktober vor Gericht. Wie eine Sprecherin des Landgerichts Braunschweig am Montag sagte, ist der erste Verhandlungstermin am 30. Oktober. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Am selben Tag sollen den Angaben zufolge noch weitere Klagen gegen die Porsche SE (PSE) verhandelt werden.

Die PSE ist am Braunschweiger Landgericht mit mehreren Klagen in Milliardenhöhe konfrontiert. Dabei geht es um Forderungen im Zuge der gescheiterten Übernahmeschlacht mit Volkswagen vor rund fünf Jahren, durch die sich Anleger wegen Kursturbulenzen rückblickend um ihr Geld gebracht sehen. Die Porsche SE weist die Vorwürfe zurück.

Initiator der Merckle-Klage ist die HWO GmbH aus dem Kreis der Unternehmensgruppe. In dem Fall geht es um Schadenersatzforderungen von fast 213 Millionen Euro. Der Milliardär Adolf Merckle hatte sich mit VW-Aktien verspekuliert und schwere Verluste eingefahren. Er nahm sich 2009 das Leben. Seine Familie teilte damals mit, die Finanzkrise und die daraus folgende wirtschaftliche Notlage seiner Unternehmen hätten ihn gebrochen.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Roothom

30.09.2013, 17:36 Uhr

tragisch für herrn merckle - ohne zweifel.
aber: er wusste, was er tat. und wer im casino auf "rot" setzt, kann auch nicht erwarten, entschädigt zu werden, wenn dann "schwarz" kommt. nichts anderes ist das wetten auf fallende kurse. ich bin nun aber sehr gespannt, wie die richter das sehen und habe so meine zweifel...

Nachwuchs

30.09.2013, 18:54 Uhr

Klage? Warum? Nur weil Manager vorsätzlich zockten, statt sich um die Produkte/Produktion zu kümmern, müssen Gerichte beschäftigt werden?? Jetzt verstehe ich, warum der Verbraucher/Kunde um 10.000% überhöhte Preise zahlen soll!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×