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19.01.2015

14:28 Uhr

Millionen an die Deutsche Bahn

Thyssen-Krupp zahlt Schadenersatz für Aufzugskartell

Die Aufarbeitung der Altlasten aus Kartellverfahren der Vergangenheit wird Thyssen-Krupp noch lange beschäftigen. Immerhin: Im Aufzugskartell hat das Essener Unternehmen jetzt eine weitere Einigung mit der Bahn erzielt.

Die Zentrale des Stahlkonzerns ThyssenKrupp in Essen. dpa

Die Zentrale des Stahlkonzerns ThyssenKrupp in Essen.

Essen/BerlinDer Industriekonzern Thyssen-Krupp hat sich mit der Deutschen Bahn auf einen Schadenersatz für verbotene Preisabsprachen bei Aufzügen geeinigt. Das teilten Sprecher beider Unternehmen auf Anfrage am Montag mit und bestätigten damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Zur Höhe des Schadenersatzes wollten die Unternehmen keine Stellung nehmen. Nach Informationen der Zeitung soll es sich um einen Betrag in der Größenordnung von 20 Millionen Euro handeln.

Gegen Thyssen-Krupp war in dem Kartellverfahren zuvor bereits eine Buße von 320 Millionen Euro verhängt worden. Nach der Einigung mit der Bahn drohen dem Unternehmen wegen des Aufzugskartells nun noch weitere Schadenersatzforderungen von Kommunen und Baufirmen.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Andere an dem Aufzugskartell beteiligte Unternehmen verweigerten weiterhin den Dialog mit der Deutschen Bahn, beklagte ein Bahnsprecher. Thyssen-Krupp sei dagegen mit gutem Beispiel vorangegangen und habe die belastete Vergangenheit mit der Bahn im Zusammenhang mit dem Fahrtreppenkartell bereinigt.

Thyssen-Krupp hatte sich zuvor bereits mit der Bahn auf eine Schadenersatzzahlung im Zusammenhang mit dem Schienenkartell geeinigt. Nach unbestätigten Berichten soll es dabei um rund 150 Millionen Euro gegangen sein. Auch beim Schienenkartell drohen noch weitere Schadenersatzansprüche etwa von Nahverkehrsunternehmen. Das Bundeskartellamt hatte gegen Thyssen-Krupp im Zusammenhang mit dem Schienenkartell Bußgelder von rund 191 Millionen Euro verhängt.

Von

dpa

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