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23.09.2011

09:57 Uhr

Millionenabschreibungen

Stada hält an Serbien-Geschäft fest

Trotz neuer Abschreibungen in Höhe von 97 Millionen Euro in Serbien, setzt der Arzneimittelhersteller weiter auf das Land. Für Stada-Chef Retzlaff sei das kein Knockout, denn „eine blutige Nase gehört zum Kämpfen dazu“

Zu den Stada-Marken gehört das Grippemittel Grippostad. dpa

Zu den Stada-Marken gehört das Grippemittel Grippostad.

FrankfurtDer Bad Vilbeler Arzneimittelhersteller Stada hält ungeachtet erneuter Abschreibungen in Millionenhöhe am Geschäft in Serbien fest. „Eine blutige Nase gehört zum Kämpfen dazu, wir haben in Serbien ja keinen Knockout erlitten“, sagte Stada-Chef Hartmut Retzlaff der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Landesgesellschaft laufe stabil und entwickele sich im operativen Geschäft mit einem Umsatzwachstum von 50 Prozent in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres wieder sehr positiv.

Der Arzneimittelhersteller hatte am Mittwoch erneut Abschreibungen in Millionenhöhe angekündigt. Wegen der finanziellen Schwierigkeiten der staatlichen Gesundheitskasse musste das MDax-Unternehmen 97 Millionen Euro Forderungen gegen serbische Großhändler in den Wind schreiben. Der Börsenkurs brach nach den schlechten Neuigkeiten prozentual zweistellig ein. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Hersteller von Nachahmermedikamenten (Generika) knapp 30 Millionen Euro Forderungen aufgeben müssen. Die negativen Sondereffekte in Serbien waren damals auf insgesamt 63,1 Millionen Euro beziffert worden.

Die Jahresprognose bekräftigte Stada. Allerdings werden aus der Gewinnprognose einmalige Abschreibungen ohnehin herausgerechnet. Das Unternehmen will in diesem Jahr den Umsatz und den um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) steigern. Für die mittelfristigen Ziele zeigte sich Retzlaff weiter zuversichtlich: 2014 soll der Umsatz auf rund 2,15 Milliarden Euro steigen. Beim Konzerngewinn wird ein Anstieg auf 215 Millionen Euro in Aussicht gestellt. „Wenn wir die Akquisitionen - außer dem Grünenthal-Sortiment auch die Generikasparte von Spirig aus der Schweiz und die Marke Cetraben mit ihren Hautpflegeprodukten - unter Dach und Fach haben, werden wir die Prognose wahrscheinlich sogar erhöhen können“, erklärte der Manager.

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