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29.06.2014

23:02 Uhr

Millionendeal

Thyssen-Krupp verkauft Werft an Saab

Für 37 Millionen Euro wechselt eine schwedische Werft ihren Besitzer. Die Thyssen-Krupp-Tochter Kockums ist nun in Besitz der schwedischen Saab-Gruppe. In trockenen Tüchern ist das Geschäft aber noch nicht.

Ein Konzern in Bewegung: Thyssen-Krupp trennt sich von seiner Werftentochter. Reuters

Ein Konzern in Bewegung: Thyssen-Krupp trennt sich von seiner Werftentochter.

DüsseldorfThyssen-Krupp stößt seine Werft in Schweden ab. Der Mischkonzern verkaufe die Tochter für 37 Millionen Euro (340 Millionen Kronen) an die schwedische Saab-Gruppe, teilten die Essener am Sonntagabend mit. Ein Thyssen-Krupp-Sprecher ergänzte, der Konzern habe damit einen Buchgewinn in niedriger zweistelliger Millionenhöhe erzielt.

Das Geschäft muss noch vom Vorstand und den Aufsichtsgremien von Thyssen-Krupp sowie von der schwedischen Wettbewerbsbehörde genehmigt werden, wie der deutsche Konzern mitteilte. Er will seine Werftaktivitäten auf Kiel, Hamburg und Emden konzentrieren. „Diese Aktivitäten sind sehr ertragsstark und liefern einen zuverlässigen Beitrag zum Ergebnis des Unternehmens“, erklärte Thyssen-Krupp. Mit dem eigenen Brennstoffzellenantrieb sei die Tochter Marine Systems Weltmarktführer im Bereich nichtnuklearer U-Boote.

Die komplette Werftensparte des Konzerns erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro. Der größte Teil davon entfiel dabei auf die Standorte in Deutschland.

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Thyssen-Krupp und Saab kündigten die Verkaufsgespräche im April an. Die schwedische Regierung hatte mitgeteilt, keine neuen U-Boote von der Thyssen-Krupp-Tochter Kockums mehr zu kaufen. Kockums unterhält in Schweden Standorte in Malmö, Karlskrona und Muskö und beschäftigt 1000 Mitarbeiter. Die Regierung in Stockholm setzt auf eine heimische Produktion und hatte Saab aufgefordert, aktiv zu werden.

Von

rtr

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