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18.09.2012

11:53 Uhr

Millioneninvestition

Conti macht aus alten Reifen neue

In Zeiten knapper Rohstoffe will der Reifenhersteller Continental aus altem Gummi frisches Kapital schlagen. Künftig sollen gebrauchte Bus- und Lkw-Reifen bei der Herstellung neuer Pneus genutzt werden.

Mit einer neuen Recycling- und Produktionsstätte will Conti alte Reifen besser nutzen. ap

Mit einer neuen Recycling- und Produktionsstätte will Conti alte Reifen besser nutzen.

HannoverIn einem neuen Recyclingwerk will der Reifenhersteller Continental aus gebrauchte Bus- und Lkw-Reifen neue Pneus herstellen. Mehr als zehn Millionen Euro will der Autozulieferer in die nach eigenen Angaben weltweit einzige Kombination aus Recycling- und Produktionsstätte investieren, in der von 2013 an über 100 Arbeitsplätze entstehen sollen. Das teilte Conti am Dienstag auf der Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover mit.

„Wir sind nun in der Lage, Rohstoffe aus Altreifen gezielt und gesteuert wieder in den Produktionsprozess von neuen beziehungsweise werkserneuerten Reifen mit einfließen zu lassen“, sagte der Leiter der Nutzfahrzeugreifen-Sparte, Andreas Esser.
Bei voller Auslastung sollen in dem Werk am Traditionsstandort Hannover-Stöcken jährlich 180.000 runderneuerte Bus- und Lkw-Reifen entstehen. Wenn sich das Konzept bewähre, solle es erweitert werden. Der europäische Markt für neue Lkw-Reifen hat ein Volumen von rund 18 Millionen Stück.

Durch ein neues technisches Verfahren könne Conti den Anteil von Material aus Altreifen in neuwertigen Pneus beinahe verdoppeln, hieß es. Mit dem geplanten Recyclingvolumen von 4000 Tonnen pro Jahr könnten so rund 2400 Tonnen Kautschuk und 1600 Tonnen Füllstoffe gespart werden. Wie viel Geld dadurch eingespart werden soll, wollte Conti auf Nachfrage nicht mitteilen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Kali

18.09.2012, 15:21 Uhr

Wieder mal eine tolle Innovation, die nicht nur umweltschonend sondern auch effektiv ist. Somit hat sich Continental wieder den Platz als Vorreiter in dieser Entwicklung gesichert und schafft hiermit auch noch neue Arbeitsplätze. Die Offenheit gegenüber neuen Ideen und Innovationen weisen sich hier oft als kluge Investitionen für die Zukunft. Hat das Unternehmen doch ein F&E-Budget von 1.200 Mio.€ und im vergangenen Jahr 1.832 Patente angemeldet.

Tart

19.09.2012, 10:43 Uhr

Nicht nur das Budget und die angemeldeten Patente liegen deutlich über dem Durchschnitt vieler anderer Unternehmen, auch die Innovationen selbst sind es, mit denen der Konzern punktet. Ganz nebenbei auch noch mit einem "grünen" Hintergedanken. Wertvolle Ressourcen schonen, entsprechende Transportemissionen einsparen und auch noch bei der Sanierung der Stöckener Betriebsgebäude auf umweltfreundliche PV setzen. Das nenne ich mal einen gelungenen "Rundumschlag"!

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