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13.03.2013

16:42 Uhr

Millioneninvestition

Voestalpine baut neues Werk in den USA

Dutzende Standorte prüfte Voestalpine, die Entscheidung fiel auf die USA: Der österreichische Stahlkonzern baut sein neues Werk in Texas. Den Ausschlag gaben offenbar die günstigen Erdgaspreise.

Sogenannte Stahl-Coils bei der Produktion: Im Vergleich zur europäischen Konkurrenz schlägt sich Voestalpine wacker. dpa

Sogenannte Stahl-Coils bei der Produktion: Im Vergleich zur europäischen Konkurrenz schlägt sich Voestalpine wacker.

WienDer Stahlkonzern Voestalpine plant in den USA seine bisher größte Auslandsinvestition. Nach intensiver Prüfung von 117 Standorten in acht Ländern sei die Entscheidung zum Bau eines Werkes für 550 Millionen Euro auf das nordamerikanische Texas gefallen, teilte das österreichische Unternehmen am Mittwoch mit.

Ausschlaggebend für den US-Standort seien vor allem die günstigen Erdgaspreise gewesen, hieß es. „Texas war letztlich in allen wesentlichen Kriterien wie Logistik, Energieversorgung, gut ausgebildeten Arbeitskräften und politischem Umfeld am überzeugendsten“, sagte Firmenchef Wolfgang Eder.

Stahlkonzern: Voestalpine trotzt dem harten Umfeld

Stahlkonzern

Voestalpine trotzt dem harten Umfeld

Der österreichische Stahlkonzern hofft auf bessere Zeiten - in der zweiten Jahreshälfte.

In dem Werk, wo künftig 150 Mitarbeiter beschäftigt sein werden, soll aus Eisenerzpellets hochwertiges Roheisen produziert werden, das dann wiederum als Ausgangsstoff für die Rohstahlerzeugung in Europa dienen soll. Bei der Produktion soll nicht Koks, sondern umweltfreundlicheres Erdgas zum Einsatz kommen.

Erdgas kostet in den USA etwa ein Viertel weniger als in Europa. Das Werk soll jährlich zwei Millionen Tonnen des Rohstahl-Vorprodukts erzeugen. Die Hälfte davon geht per Schiff an die Stahlwerke in Linz und Donawitz. Die andere Hälfte diene als strategische Reserve und werde vorerst an längerfristig interessierte Partner verkauft.

Die größten Rohstoffkonzerne der Welt

Platz 5

Anglo American

Das südafrikanisch-britische Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit Industrie- und Edelmetallen, Diamanten - und Kohle. Der Konzern machte 2014 insgesamt 20,4 Milliarden Dollar Umsatz. Zu dem Portfolio gehört etwa auch der Diamantenschürfer De Beers. Anglo American ist der größte Platinförderer der Welt.

Quelle: Bloomberg,

Platz 4

Xstrata

Der Minenkonzern Xstrata ist der größte Zinkproduzent der Welt und hat sich mit dem berühmt-berüchtigten Rohstoffhändler Glencore zusammengeschlossen. Xstrata hatte an der Börse einen Wert von 55,1 Milliarden Dollar. Beide Unternehmen aus der Schweiz waren bereits eng verflochten. Glencore hielt rund 34 Prozent an Xstrata.

Platz 3

Vale

Der brasilianische Rohstoffkonzern Vale kommt auf einen Börsenwert von 107,9 Milliarden US-Dollar. Das einstige Staatsunternehmen verzeichnete ein rasantes Wachstum und stieg zum weltweit größten Förderer von Eisenerz auf. Zudem betreibt Vale die weltgrößte Eisenerzmine in Brasilien. In der Ferr Carajas-Mine werden 110 Millionen Tonnen Erz pro Jahr gefördert. Der Grundstoff für die Stahlerzeugung wird über rund 900 Kilometer per Eisenbahn in den nächsten Hafen gefahren.

Platz 2

Rio Tinto

Der britisch-australische Gigant rangiert auf Platz zwei der Eisenerzförderer. Das Traditions-Unternehmen mit zwei Hauptsitzen, in London und Melbourne, kommt auf eine Börsenwert von 111,6 Milliarden Dollar. Zudem betreibt Rio Tinto wichtige Kupferminen, wie etwa in West Australien. Die Anglo-Australier übernahmen sich 2007 fast am Kauf des kanadischen Aluminiumkonzerns Alcan und wurden selbst Ziel eines Übernahmeversuchs durch den Konkurrenten BHP Billiton.

Platz 1

BHP Billiton

Ein echtes Schwergewicht an der Börse mit einer Marktkapitalisierung von 199,7 Milliarden Dollar ist der britisch-australische Gigant BHP Billiton. Das Unternehmen betreibt Eisenerz- und Kupferminen, erweitert aber auch sein Geschäft etwa auf Schiefergasressourcen in den USA.

Die endgültige Entscheidung zur Umsetzung des Projektes sei noch vor dem Sommer geplant, sofern die derzeit laufenden Detailverhandlungen mit den lokalen Behörden bis dahin erfolgreich abgeschlossen sind, heiß es.

Von

rtr

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