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23.02.2011

17:06 Uhr

Millionenverlust

Abschreibungen belasten Roth & Rau

Der Solar-Maschinenbauer Roth & Rau hat das Jahr 2010 mit Verlust abgeschlossen, obwohl er beim Umsatz kräftig zugelegt hat. Woran das liegt und wie das Unternehmen gegensteuern will.

Techniker von Roth &-Rau bei der Arbeit: Der Solar-Maschinenbauer ist 2010 in die roten Zahlen gerutscht. Quelle: ZB

Techniker von Roth &-Rau bei der Arbeit: Der Solar-Maschinenbauer ist 2010 in die roten Zahlen gerutscht.

DüsseldorfAbschreibungen im Großprojektgeschäft und Rückstellungen über insgesamt rund 50 Millionen Euro haben Roth & Rau 2010 Verluste eingebrockt. Der Vorstand des Solar-Maschinenbauers will nun gegensteuern und sich auf das weniger risikobehaftete Geschäft mit Einzelanlagen konzentrieren und weniger auf Großprojekte, wie Roth & Rau am Mittwoch mitteilte. Details sollen Ende März veröffentlicht werden.

Nach ersten Berechnungen des Unternehmens fiel im Vorjahr vor Zinsen und Steuern (Ebit) ein Fehlbetrag von 26 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 16 Millionen Euro in 2009. Als Grund für die Wertberichtigungen nannte der Vorstand Projektverschiebungen sowie die drohende Pleite eines US-Kunden wie auch Rückstellungen für steuerliche und rechtliche Risiken aus noch laufenden Großprojekten.

Demgegenüber bescherte der Solarboom dem Konzern einen Anstieg des Umsatzes um 36 Prozent auf 269 Millionen Euro, blieb damit aber um 16 Millionen unter den Firmenplanungen. Der Auftragseingang verdoppelte sich auf 335 Millionen Euro.

Die Anleger blieben angesichts der vollen Orderbücher daher wohl auch eher gelassen: Die Aktie verlor nur rund zwei Prozent und notierte mit 15,045 Euro.

Von

rtr

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