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29.01.2007

13:17 Uhr

Mini soll besser laufen

BMW verspricht neues Rekordjahr

Klassenziel erreicht: BMW konnte alle von sich selbst ausgerufenen Vorgaben im Jahr 2006 erfüllen. Statt sich auf den Lorbeeren auszuruhen, möchte der Konzern 2007 weiter angreifen. Dann soll auch die Marke „Mini“ vom Standstreifen auf die Überholspur wechseln.

(fas) MÜNCHEN. Der Münchener Autohersteller BMW hat seine selbst gesteckten Ziele für 2006 erreicht. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf knapp 49 Milliarden Euro, der Autoabsatz um 3,5 Prozent auf den Rekordwert von 1,37 Millionen Fahrzeuge, teilte das Unternehmen mit. Auch der angepeilte Vorsteuergewinn von vier Milliarden Euro soll erreicht worden sein. Die genauen Zahlen will BMW bei der Veröffentlichung der Jahresbilanz im März vorlegen.

„Das ist das beste Jahr der Unternehmensgeschichte“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer, der es mit den Konzernmarken BMW, Mini, und Rolls-Royce erneut geschafft hat, mehr Autos zu verkaufen als der große Konkurrent Mercedes Car Group. „Wir wollen im laufenden Jahr die Nummer eins im Premiumsegment bleiben“, kündigte Reithofer an. Der Absatz 2007 soll noch einmal steigen: Die Münchener streben 1,4 Millionen verkaufte Autos an. „Alle drei Marken werden bei den Auslieferungen voraussichtlich neue Bestmarken erzielen“, sagte Reithofer mit Blick auf 2007. Der ehemalige Produktionsvorstand hatte im vergangenen Jahr Helmut Panke als Vorstandschef abgelöst.

Die Kernmarke BMW läuft derzeit gut. Der Modellwechsel in der 3er-Reihe bescherte den Münchenern zweistellige Absatzzuwächse für das volumenstarke Mittelklassemodell. 43 Prozent der verkauften BMWs entfallen mittlerweile auf diese Baureihe. Doch gerade in diesem Segment erwarten die Münchener in diesem Jahr heftigen Gegenwind, wenn der Stuttgarter Konkurrent Mercedes seine neue C-Klasse ins Rennen schickt. Insgesamt stiegen die Auslieferungen der Marke BMW um 5,2 Prozent auf 1,185 Millionen Fahrzeuge. Die Motorradsparte verkaufte erstmals knapp über 100 000 Zweiräder.

Gebremst wurde 2006 die Erfolgsfahrt des Mini, dessen Absatz unter Kapazitätsengpässen in der Produktion litt. Der Absatz sank um 6,2 Prozent. Doch schon in diesem Jahr werden die Mini-Verkäufe wieder kräftig anziehen können. Mit dem Modellwechsel wurde die Kapazität in Großbritannien von 200 000 auf 240 000 aufgestockt. Schon die Produktionserhöhung der Kleinwagenmarke, dürfte das ambitionierte Absatzziel für dieses Jahr schnell in greifbare Nähe rücken lassen. Zudem wird die Mini-Familie mit neuen Modellvariationen erweitert. Die Edelkarossen von Rolls-Royce fanden 805 Käufer, etwas mehr als 2005. Neuen Schwung soll das Cabriolet bringen, das im Sommer auf den Markt kommt.

Ausgesprochen dynamisch entwickelte sich die Finanzsparte, deren Erlöse im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf gut elf Milliarden Euro stiegen. Über 40 Prozent der BMW-Kunden finanzieren den Kauf mittlerweile über die Autobank des Konzerns.

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