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22.10.2013

16:09 Uhr

Minister zu China-Spekulationen

„Peugeot bleibt französisch“

Wer hilft dem angeschlagenen Autobauer Peugeot? In der Diskussion: Der chinesische Partner Dongfeng und der französische Staat. Nun spricht Frankreichs Industrieminister. Peugeot soll in französischer Hand bleiben.

Sollte Dongfeng Peugeot übernehmen, würde die Gründer-Familie Peugeot ihre Kontrollmehrheit verlieren. AFP

Sollte Dongfeng Peugeot übernehmen, würde die Gründer-Familie Peugeot ihre Kontrollmehrheit verlieren.

ParisDer angeschlagene französische Autobauer PSA Peugeot Citroen wird nach Angaben der Regierung nicht in ausländische Hände gegeben. „PSA wird ein französisches Unternehmen bleiben“, sagte Industrieminister Arnaud Montebourg der Zeitung „Le Parisien“. In der Diskussion ist aktuell, ob der chinesische Partner Dongfeng sowie der französische Staat bei Peugeot einsteigt. Dadurch würde die Gründer-Familie Peugeot die Kontrollmehrheit verlieren. Derzeit ist sie an der 1810 gegründeten Firma mit 25,4 Prozent beteiligt und hält 38,1 Prozent der Stimmrechte. Auch der Anteil der Opel-Mutter General Motors würde dann verwässern. Dongfeng und Peugeot arbeiten bereits in China eng zusammen.

Am Dienstag beriet der Peugeot-Aufsichtsrat Insidern zufolge über Zukunftsoptionen für Peugeot. Für eine Entscheidung sei es aber noch zu früh, sagte eine mit der Sache vertraute Person. Auf die Frage, ob das bedeute, dass Dongfeng nicht bei Peugeot einsteige, erklärte der Minister: „Das habe ich nicht gesagt. Ich sage, dass das Unternehmen in Frankreich verankert und französisch bleiben wird.“

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Dem Renault -Rivalen mangelt es angesichts des Nachfrage-Einbruchs an liquiden Mitteln. 2013 hatte PSA fünf Milliarden Euro Verlust eingefahren und wird bereits mit Staatshilfen im Umfang von sieben Milliarden Euro gestützt. Peugeot muss Kosten einsparen, kommt dabei aber nur schwerlich voran. Verteilt über zwei Jahre sollen 11.200 Stellen gestrichen werden. Am Mittwoch will Peugeot Quartalszahlen vorlegen.

Von

rtr

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