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13.12.2013

12:50 Uhr

Missratene Studie

Evotec senkt Prognose

Die Biotechfirma Evotec hat seine Jahresziele gekappt. Der Gewinn wird wohl geringer ausfallen als im Vorjahr. Wegen einer nicht-erfolgreichen Studie entgeht Evotec eine Meilensteinzahlung.

Verschiedene Pillen und Tabletten liegen auf einem Löffel. Evotec verdient sein Geld vor allem mit erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen, die die Kooperationspartner bei Forschungsfortschritten überweisen. dpa

Verschiedene Pillen und Tabletten liegen auf einem Löffel. Evotec verdient sein Geld vor allem mit erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen, die die Kooperationspartner bei Forschungsfortschritten überweisen.

DüsseldorfDie Biotechfirma Evotec hat in einer frühen Phase einer Studie einen Rückschlag erlitten und muss deshalb ihre Jahresziele kappen. Die Firma rechnet nur noch mit einem Umsatz zwischen 84 und 86 Millionen Euro statt wie bisher zwischen 90 und 100 Millionen Euro, wie das Hamburger Unternehmen am Freitag mitteilte. Auch beim Gewinn ist Evotec nun zurückhaltender. Hatte der Vorstand bislang noch einen Anstieg des bereinigten operativen Gewinns prognostiziert, so geht er nun davon aus, dass dieser möglicherweise geringer ausfällt als 2012. Die Aktionäre flohen daraufhin in Scharen aus dem Papier. Der Kurs der im TecDax notierten Evotec-Aktie fiel bis zum Mittag in der Spitze um mehr als 13 Prozent auf 3,4 Euro.

Die Hamburger, die an Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes oder Depression forschen, erzielen einen großen Teil ihrer Einnahmen mit erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen, die die Kooperationspartner bei Forschungsfortschritten überweisen. Eine vorklinische Studie, die der Lizenznehmer, die Johnson & Johnson-Tochter Janssen, übernommen habe, sei nun nicht so erfolgreich verlaufen wie geplant. Eine sofortige Fortführung der Entwicklung sei daher nicht gerechtfertigt. „Infolgedessen wird eine signifikante Meilensteinzahlung an Evotec im Jahr 2013 nicht geleistet“, erklärte das Unternehmen.

Die größten Pharmakonzerne nach Jahresumsatz

Platz 10

Teva (Israel)
20,3 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +/- 0 %

Pharma-Umsätze im Jahr 2013, Quelle: Unternehmen

Platz 9

Eli Lilly (USA)
21,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,9 %

Platz 8

Astra-Zeneca (Großbritannien)
25,7 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -8,1 %

Platz 7

Johnson & Johnson (USA)
28,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +10,9 %

Platz 6

Glaxo Smith Kline (Großbritannien)
33,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -1,3 %

Platz 5

Sanofi (Frankreich)
37,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -2,9 %

Platz 4

Merck (USA)
37,4 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -7,8 %

Platz 3

Roche (Schweiz)
39,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +3,9 %

Platz 2

Novartis (Schweiz)
47,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,6 %

Platz 1

Pfizer (USA)
47,9 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -6,5 %

Die 1993 gegründete Evotec arbeitet mit einer Reihe von Unternehmen zusammen, unter anderem auch mit Roche, Novartis, Bayer und Boehringer Ingelheim. 2012 hatte sich Evotec nur dank eines positiven Steuereffekts in den schwarzen Zahlen gehalten und einen Nettogewinn von 2,5 Millionen Euro ausgewiesen. Operativ fiel ein Verlust von 3,2 Millionen Euro an, weil der Kooperationspartner Pfizer ein wichtiges Projekt einstellte und andere Entwicklungen langsamer vorankamen als gedacht. Bereinigt wies Evotec einen operativen Gewinn von 1,4 Millionen Euro aus. Der Umsatz kletterte um neun Prozent auf 87 Millionen Euro

Von

rtr

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