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12.01.2011

10:22 Uhr

Mit Hybridautos

Toyota feilt am Comeback in den USA

VonCarsten Herz, Astrid Dörner, Jan Keuchel

Schwerer Weg zurück. Die Pannenserie des japanischen Autokonzerns Toyota, die vor rund einem Jahr begann, hat den Ruf des Branchenführers auf dem wichtigen US-Markt massiv beschädigt. Doch dieses Jahr will Toyota-Chef Akio Toyoda dort wieder zurückkommen. Dafür setzt der Enkel des Firmengründers auf eine alte Stärke des Konzerns - Hybridautos.

Akio Toyoda: Der Toyotachef forciert seine Bemühungen um eine Imagekorrektur. Quelle: DAPD

Akio Toyoda: Der Toyotachef forciert seine Bemühungen um eine Imagekorrektur.

DÜSSELDORF/DETROIT/TOKIO. "Ich will Ihnen versprechen, wir sind fest entschlossen, das Vertrauen der Kunden und der amerikanischen Gemeinschaft zurückzugewinnen", sagte Toyoda bei der Vorstellung der neuen Hybrid-Modelle. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit einem knappen Jahr. Zuletzt sprach der Toyota-Chef in der Show von CNN-Star-Talker Larry King über die Pannenserie.

Zurück in die Zukunft. Auf der Detroit Autoshow gab Toyota den Startschuss zum Ausbau seines meistverkauften Hybridautos Prius zu einer Modellfamilie. Zusätzlich zur aktuell dritten Modellgeneration des Toyota Prius sowie zur gegenwärtig zur Serienreife entwickelten Version eines Prius Plug-in Hybrid weisen die Japaner in Detroit mit einem geräumigen Prius v und einem Kleinwagenkonzept namens Prius c Concept den Weg zu einem Ausbau der Reihe auf vier Modellvarianten. Der Prius ist einer der wichtigsten Imageträger des Konzerns und wichtiger Umsatzbringer. Seit 1997 verkaufte Toyota mehr als drei Millionen Prius weltweit, einen Großteil davon in den USA. In Japan war das Modell 2010 das meistverkaufte Auto überhaupt, wie der Autohändlerverband am Dienstag mitteilte.

Im Jahr eins nach dem Rückrufdesaster forciert Toyota damit seine Bemühungen um eine Imagekorrektur. So kündigte Toyota in Detroit auch an, in den USA auch ein neues Sicherheits-Research-Zentrum aufzubauen. "Wir investieren in Forschung, von der die gesamte Autoindustrie profitieren wird", sagte Toyoda.

Wegen des Rückrufs von elf Millionen Fahrzeugen und Sicherheitsproblemen war der Konzern verstärkt ins Visier der US-Regierung geraten. Mittlerweile liegen zwar Berichte vor, wonach vor allem Fahrfehler Schuld an den Pannen waren. Toyota muss aber um seinen Ruf kämpfen und fuhr 2010 auf dem wachsenden US-Markt ein leichtes Absatzminus von 0,4 Prozent ein. So gibt sich der japanische Autobauer im Kampf um die Weltmarktführerschaft bescheiden. "Wir fordern uns heraus, indem wir mehr produzieren, aber gleichzeitig unsere Kapitalausgaben beschränken wollen", betonte Toyoda.

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