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22.01.2005

10:56 Uhr

Mitarbeiter: Finanzielle Gründe beeinflussen die Auswahl

Opel zieht Abfindungswillige mit niedrigen Summen vor

Bei Opel-Mitarbeitern, die zum Ausscheiden mit einer Abfindung bereit sind, wächst der Unmut. Einem Bericht zufolge beeinflussen wegen einer knapp kalkulierten Summe finanzielle Gründe die Auswahl.

HB BERLIN. Der Autohersteller Opel hat in seinem Sanierungsplan den Posten für Abfindungen offenbar knapp kalkuliert. Wie die «Allgemeine Zeitung» in Mainz berichtete, bestätigte zwar das Unternehmen die Zahl von rund 5600 Mitarbeitern, die Opel freiwillig mit einer Abfindung verlassen wollen. Unterschrieben seien allerdings erst 1500 Aufhebungsverträge.

«Kollegen mit geringen Abfindungssummen haben bereits ihre Verträge», wurde ein Beschäftigter zitiert. Ältere Kollegen mit hohen Abfindungsansprüchen, die man bereits nach Hause geschickt habe, seien hingegen wieder zurückgeholt worden. Bei den Mitarbeitern wachse daher der Unmut, so die Zeitung weiter. Es dränge sich immer mehr der Verdacht auf, dass nicht betriebliche, sondern finanzielle Gründe die Auswahl beeinflussten. Betroffene sprechen laut der Mainzer «Allgemeinen» von «chaotischen Zuständen».

Insgesamt will Opel eine Zahl von 6500 abfindungswilligen Mitarbeitern erreichen und hat dafür im Sanierungsplan 750 Millionen Euro veranschlagt. Betroffen sind die drei Standorte Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern. Der Abfindungsplan ist Teil des Sanierungskonzeptes, mit dem der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) sein gesamtes Europageschäft wieder auf die Beine bringen will. Unter anderem mit einem massiven Stellenabbau will GM Europe wieder in die schwarzen Zahlen.

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