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08.03.2014

12:54 Uhr

Mitarbeiter nach Hause geschickt

Stromausfall legt Wolfsburger VW-Werke lahm

Die Sonderschicht im Wolfsburger VW-Wert wurde am Samstag unerwartet gestoppt. Ein Stromausfall legte die Bänder lahm. Doch nicht nur die Fabrik litt unter dem Stromausfall. Auch 50.000 Wolfsburger hatten keinen Strom.

Das VW-Werk in Wolfsburg: Ein Stromausfall hat die Sonderschicht zur Produktion des Golfs unterbrochen. dpa

Das VW-Werk in Wolfsburg: Ein Stromausfall hat die Sonderschicht zur Produktion des Golfs unterbrochen.

WolfsburgDer großflächige Stromausfall in Wolfsburg hat am Samstag auch eine Sonderschicht im Volkswagen-Werk lahmgelegt. „Die Produktion steht. Die Mitarbeiter hier wurden nach Hause geschickt“, sagte ein VW-Sprecher am Mittag der Nachrichtenagentur dpa. Betroffen sei die Herstellung der Kompaktlimousine Golf, die wegen der guten Nachfrage auch diesen Samstag in einer Sonderschicht lief. Unklar war zunächst, ob die Arbeit an zwei Fließbändern oder nur an einem lief.

Über mögliche finanzielle Schäden, die in der Autoproduktion mit einem sogenannten Bandabriss stets drohen, konnte der Sprecher zunächst keine Angaben machen. Der Ausfall von vier Generatoren im VW-Kraftwerk sei plötzlich erfolgt, es habe keine Zeit mehr gegeben, im Werk mit geeigneten Bemühungen zu reagieren. „Es ist nicht koordiniert zum Stillstand gekommen“, sagte der Sprecher. „Wir haben hier jetzt aber alles soweit in einen sicheren Zustand versetzt.“

Dem Sprecher zufolge erklärten Techniker den plötzlichen Ausfall im Kraftwerk damit, dass „nach der Schutzauslösung einer Längskupplung heute Morgen gegen 9 Uhr vier Generatoren im Volkswagen-Kraftwerk ausgefallen sind“. Experten arbeiteten fieberhaft an einer Lösung. Das Kraftwerk versorgt auch die Stadt mit Elektrizität. Rund 50.000 Haushalte waren daher zeitweise von dem Ausfall betroffen.

Das VW-Werk in Wolfsburg am Mittellandkanal gilt als die größte zusammenhängende Autofabrik der Welt. Gegen Mittag waren auch der Internetauftritt volkswagen.de sowie verwandte Seiten wie etwa die Investoreninformationen nicht zu erreichen. Wie groß das Problem womöglich war und ob beispielsweise auch die Server für die E-Mails der VW-Führungskräfte betroffen waren, blieb zunächst unklar.

Von

dpa

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