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06.06.2014

09:25 Uhr

Mitarbeitervertretung

UAW wirbt um Daimler-Belegschaft in Tuscaloosa

Die amerikanische Auto-Gewerkschaft will die Arbeiter in einer Daimler-Fabrik im Süden der USA organisieren. Bei VW war die UAW gescheitert – und auch die meisten Daimler-Beschäftigten sind offenbar skeptisch.

Ein Schild der United Auto Workers (UAW): Die Gewerkschaft kämpft gegen den Mitgliederschwund. ap

Ein Schild der United Auto Workers (UAW): Die Gewerkschaft kämpft gegen den Mitgliederschwund.

DetroitNach ihrem Scheitern bei Volkswagen nimmt sich die amerikanische Automobilarbeiter-Gewerkschaft UAW nun das Werk von Daimler im Süden der USA vor. UAW-Funktionär Gary Casteel sagte, die Gewerkschaft werde ihre Pläne zur Organisation der Arbeiter in der Daimler-Fabrik in Tuscaloosa im US-Staat Alabama wahrscheinlich nächste Woche bekanntgeben.

Die Beschäftigten dürften die UAW allerdings auch dort nicht alle mit offenen Armen empfangen. Ein erklärter Gewerkschaftsgegner in dem Mercedes-Werk sagte Reuters, die UAW könne höchstens mit einer Unterstützung von 30 Prozent der Belegschaft rechnen, wenn heute abgestimmt würde.

Bei VW in Chattanooga (Tennessee) hatte die UAW im Februar eine Niederlage einstecken müssen. In einer knappen Abstimmung lehnten die Beschäftigten in dem Werk es ab, sich von ihr vertreten zu lassen. Das Vorhaben der US-Automobilarbeiter-Gewerkschaft, dort einen Betriebsrat nach deutschem Vorbild zu schaffen, war auf erbitterten Widerstand der örtlichen Republikaner und konservativer Gruppen gestoßen. Sie hatten gedroht, das werde Arbeitsplätze und das Wirtschaftswachstum in Tennessee kosten. Die IG Metall sucht derzeit zusammen mit der UAW nach Wegen, doch noch eine Arbeitnehmervertretung in Chattanooga einzurichten.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Ein Votum zugunsten eines Betriebsrats bei VW hätte es der unter Mitgliederschwund leidenden US-Gewerkschaft erleichtert, weitere Werke von deutschen Autobauern im Süden zu organisieren. Auch BMW hat eine Fabrik im Süden der USA. IG Metall-Chef Detlef Wetzel hatte unlängst kritisiert, deutsche Konzerne hätten sich deshalb in den Südstaaten angesiedelt, weil diese gewerkschaftsfrei seien.

Von

rtr

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