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03.02.2006

12:32 Uhr

Mittal will angeblich Walzwerk in Luxemburg schließen

Arcelor wirbt für Bündnis gegen Mittal

Der Luxemburger Stahlkonzern Arcelor hat sich noch nicht auf eine Abwehrstrategie gegen den feindlichen Übernahmeversuch durch Mittal Steel festgelegt. Es werde aber die Möglichkeit geprüft, ein Bündnis auf Projektebene mit einem kleineren Wettbewerber einzugehen, sagte Arcelor-Chef Guy Dollé der Zeitung „Les Echos“.

HB PARIS. Eine derartige Allianz könne den schützenden Effekt eines „Weißen Ritters“ haben, der Arcelor mit einem Gegenangebot zur Seite springt, sagte Dollé. Als möglicher Partner wird in der Branche Nippon Steel angesehen. Dollé nannte keinen Namen, betonte aber, sein Unternehmen habe viele mögliche Partner.

Die Ausschüttung einer Sonderdividende, um die eigenen Aktionäre zum Festhalten an Arcelor zu bewegen, schloss er aus. Auf einem Branchentreffen an diesem Freitag in Paris könnten sich Dolle und Mittal-Eigentümer Lakshmi Mittal begegnen. Er sei offen für ein Gespräch, sagte Dolle der Zeitung. Mit dem 24-Milliarden-Dollar-Angebot von Mittal sei Arcelor allerdings deutlich unterbewertet. Er glaube für den Fall einer feindlichen Übernahme indes nicht an Hilfe aus der Branche, sagte Dolle zudem. Der europäische Stahlkonzern Arcelor lehnt die Übernahme kategorisch ab und hat die Rückendeckung der Regierungen in Frankreich, Spanien und Luxemburg.

Das Übernahmevorhaben werde „in Luxemburg bereits geprüft“ und sollte in den nächsten Tagen auch der Börsenaufsicht in Spanien und Belgien vorgelegt werden, wurde aus dem Umfeld von Mittal Steel mitgeteilt. Die französische Börsenaufsicht AMF wollte nach diesen Angaben am Freitag beraten, ob sie sich damit befassen werde. Arcelor ist in Paris notiert, der Sitz des Unternehmens ist in Luxemburg.

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