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14.04.2016

14:00 Uhr

Mobilität und mehr als nur Autos

Daimler macht die USA zum Experimentierfeld

VonLukas Bay

Für die deutschen Premiumautobauer sind die USA ein extrem wichtiger Markt. Nun baut Daimler das Geschäft in Nordamerika um – und bündelt seine Zukäufe unter einem gemeinsamen Dach.

Daimler ist mit seinem Mobilitätsangebot unter anderem in der US-Großstadt auf dem Markt. Reuters

San Francisco

Daimler ist mit seinem Mobilitätsangebot unter anderem in der US-Großstadt auf dem Markt.

Der Wandel vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister ist bei Daimler erklärtes Unternehmensziel. Mit mehreren Übernahmen haben die Stuttgarter sich bei alternativen Mobilitätsdiensten eingekauft. Doch in Nordamerika arbeiteten die Töchter Ridescout und Globesherpa weitgehend unabhängig voneinander. Das soll sich ändern.

Der neue Chef der Daimler Mobilitätssparte Moovel verordnet dem Geschäft in Nordamerika eine neue Struktur. Die beiden Töchter arbeiten künftig unter einem Dach und unter dem Namen „Moovel North America“. Leiter der neuen Marke wird der bisherige Globesherpa-Chef Nat Parker. „Wir wollen mit Moovel ein Ökosystem für Mobilität erschaffen“, sagt Jörg Lamparter, der vor wenigen Monaten den Chefposten bei Daimlers Mobilitätssparte übernommen hatte. Auch die Angebote der US-Töchter sollen überarbeitet werden.

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Die bisherige App „Globesherpa“, mit der US-Amerikaner ihre Verbindungen für den öffentlichen Nahverkehr mobil suchen und Tickets buchen können, wird umbenannt in Moovel Transit. Darüber hinaus will die Daimler-Tochter weitere Partnerstädte suchen, um ihr Angebot zu erweitern und auch Carsharing und Leihfahrräder in die App integrieren – so wie Moovel es in Deutschland heute schon anbietet. Bisher ist die App vor allem unter anderem in Portland, San Francisco, Houston und Dallas verbreitet.

Die bisherige App von Ridescout wird zwar weiter angeboten. Schwerpunktmäßig sollen sich die Entwickler aber auf die Entwicklung von „Ridetap“ konzentrieren. So nennt Daimler ein Software Development Kit, eine Art Werkzeugkasten für Entwickler, mit dem auch andere Apps, beispielsweise von Nahverkehrsunternehmen, das Angebot von Daimler integrieren können. Damit können Kunden auch auf Carsharing-Fahrzeuge der Tochter Car2go zugreifen, aber auch auf konzernfremde Angebote wie Lyft.

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