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15.01.2007

16:48 Uhr

Möbelmesse

„Intelligente“ Möbel können alles

Nirgendwo in der Welt wird so viel Geld für Möbel und Inneneinrichtung ausgegeben wie in Deutschland. Folgerichtig findet die weltgrößte Möbelmesse in Deutschland statt. Und zwar seit Montag. Vorgestellt werden Einrichtungsgegenstände, die alles können: massieren, beleuchten und Musik machen.

HB KÖLN. Die deutsche Möbelbranche startet mit Optimismus ins neue Jahr. In Köln begann am Montag die weltgrößte Möbelmesse. Zur IMM Cologne werden bis Sonntag mehr als 100 000 Fachbesucher erwartet. Fast 1300 Unternehmen aus 60 Ländern stellen aus. Nach mageren Jahren geht es der deutschen Möbelbranche zur Zeit wieder gut: Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um mehr als fünf Prozent.

Allerdings hatte die Branche in den Jahren zuvor 15 Prozent ihres Umsatzes verloren, so dass sie noch nicht wieder auf dem Niveau der 90er Jahre ist. Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Möbelindustrie sank von 150 000 auf 100 000.

Nirgendwo in der Welt wird so viel Geld für Möbel und Inneneinrichtung ausgegeben wie in Deutschland. Für die Gestaltung seiner eigenen vier Wände wendet der Deutsche im Durchschnitt 500 Euro im Jahr auf, davon 370 Euro allein für Möbel. Wegen steigender Rohstoffpreise werden Möbel in diesem Jahr um etwa sechs Prozent teurer. Reine Holzmöbel können sogar um mehr als zehn Prozent im Preis steigen.

Gefragt sind zur Zeit „intelligente“ Möbel mit eingebauter Beleuchtung oder Mehrfachfunktionen. Was das Design betrifft, gibt es nicht mehr den einen, beherrschenden Trend, sondern viele verschiedene Strömungen, aus denen sich der Kunde selbstbewusst seinen eigenen Mix zusammenstellt. Außerdem geht der Trend zum Einzelmöbel, das nach einem Umzug problemlos in einer neuen Wohnung aufgestellt und mit anderen Teilen kombiniert werden kann. Hier spiegelt sich nach Meinung mancher Anbieter die steigende Flexibilität der Deutschen.

Zu den Neuheiten der Messe gehören ein Bett, das den Besitzer zu seiner Lieblingsmusik massiert (6000 Euro), eine abduschbare, luftdurchlässige Matratze für Allergiker und Sauberkeitsfanatiker (ab 1200 Euro) oder ein Ecksofa, dessen Rückenlehne sich auf einer Schiene beliebig verschieben lässt (ab 10 000 Euro). Für immer mehr Leute sei die Wohnung ein luxuriöser Rückzugs- und Entspannungsbereich, sagte Bernd Göbel, Geschäftsführer von Hülsta. Viel entscheidender als ein niedriger Preis sei dabei hohe Qualität.

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