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05.07.2011

10:04 Uhr

Mongolei

Chinesen haben bei Kokskohle die Nase vorn

Beim Wettlauf um lukrative Aufträge zur Ausbeutung der weltgrößten Kokskohlevorkommen in der Mongolei sind offenbar die Würfel gefallen: Die Chinesen haben wohl den Zuschlag für die Kokskohleausbeutung bekommen.

Ein Güterzug mit Koks aus China. Quelle: dpa

Ein Güterzug mit Koks aus China.

ShanghaiEin Unternehmen unter Führung des chinesischen Kohleherstellers Shenhua soll einen Anteil von 40 Prozent am westlichen Tsankhi-Block der Kohlegrube Tavan Tolgoi erhalten, teilte die mongolische Regierung am Dienstag mit. Weitere 36 Prozent sind für ein Konsortium unter russischer Führung vorgesehen. Der US-Bergbaukonzern Peabody Energy soll die restlichen 24 Prozent kontrollieren. Dies geht aus einem Vorschlag hervor, der dem mongolischen Parlament am Mittwoch vorgelegt werden soll. Der Antrag sieht die Zahlung von einer Milliarde Dollar der beteiligten Firmen an die mongolische Regierung vor.

Das Tavan Tolgoi Kohlevorkommen hat geschätzte Reserven von sechs Milliarden Tonnen Kohle, darunter auch das weltgrößte unberührte Kokskohlevorkommen. Der Tsankhi-Block besteht aus Reserven von 1,2 Milliarden Tonnen, 65 Prozent davon sind Kokskohle.

Der chinesische Kohleproduzent Shenhua gab zusammen mit dem japanischen Handelshaus Mitsui & Co ein Angebot ab. Zu dem japanisch-russisch-koreanischen Konsortium gehören unter anderem die Firmen Posco, LG Corp und Daewoo International, die russische Staatsbahn sowie die japanische Itochu zusammen mit weiteren Handelshäusern.

Von

rtr

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