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11.08.2014

17:09 Uhr

Monopolpraktiken

Audi akzeptiert chinesische Strafen

Nach Vorwürfen staatlicher Wettbewerbshüter entschied Audi offenbar, mit chinesischen Behörden zu kooperieren. Das Unternehmen räumt zwar keine Fehler ein, möchte aber die geltenden Regeln beim Autoverkauf verbessern.

Wegen „monopolartiger Praktiken” sollen in China die beiden Automobilkonzerne Audi und Daimler bestraft werden. Audi hat sich nun dafür entschieden, gegenüber den Behörden keinen Widerstand zu leisten. dpa

Wegen „monopolartiger Praktiken” sollen in China die beiden Automobilkonzerne Audi und Daimler bestraft werden. Audi hat sich nun dafür entschieden, gegenüber den Behörden keinen Widerstand zu leisten.

ShanghaiDer Autobauer Audi akzeptiert in China nach eigenen Angaben eine behördliche Strafe wegen „monopolartiger Praktiken”. Die betroffene Tochter FAW-Volkswagen kooperiere eng mit den Behörden und akzeptiere deren Auflagen, teilte Audi China am Montag mit. FAW-Volkswagen ist eine Gemeinschaftsfirma des deutschen Unternehmens und des drittgrößten chinesischen Autoherstellers First Automotive Works. Sie wurde zur Audi-Produktion in China gegründet.

Die mächtige chinesische Behörde NDRC, eine von mehreren mit Wettbewerbsfragen befassten Institutionen, hatte in der vergangenen Woche Strafmaßnahmen gegen Audi und den US-Hersteller Chrysler angekündigt und dies mit „monopolartigen Praktiken” begründet. Nähere Ausführungen machte die NDRC nicht. In der Mitteilung vom Montag räumte Audi China nicht direkt Verfehlungen ein, erklärte aber, dass die für den Autoverkauf geltenden Regeln verbessert würden, „damit sich ähnliche Vorfälle nicht wiederholen”.

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Chinas Kartellwächter verhängen Strafen gegen Audi und Chrysler. Die Autobauer sollen ihre Stellung ausgenutzt und Preise abgesprochen haben. Der Vorfall ist das Ende einer langen Entwicklung.

Inzwischen ermittelt die NDRC auch gegen Daimler sowie zwölf namentlich nicht bekannte japanische Autohersteller. Seit dem vergangenen Jahr führt die chinesische Führung verstärkt Ermittlungen gegen ausländische Unternehmen. Kürzlich wurde ein Verfahren gegen den US-Softwareriesen Microsoft bekannt, dem chinesischen Medien zufolge bei seinem Betriebssystem Windows ein De-facto-Monopol vorgeworfen wird. Staatlichen Medien zufolge plant die Regierung zudem, gegen den US-Chiphersteller Qualcomm vorzugehen.

Im vergangenen Jahr verhängte die chinesische Führung eine Strafe von umgerechnet 80 Millionen Euro gegen sechs Babymilchproduzenten wegen illegaler Preisabsprachen. Fünf der Firmen stammen aus dem Ausland.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

12.08.2014, 10:32 Uhr

Da setzen sich Politiker für Ihre Bürger ein und Audi gibt zu gegen die Bürger vorsätzlich gehandelt zu haben. Warum weigern sich unsere Politiker, besonders Frau Merkel sich so für deutsche Bürger einzusetzen? Warum will Sie deutsche Bürger nur ausplündern?Zwei beispiele von vielen: Energie soll sich der Bürger nicht mehr leisten können und er soll durch Energiesparlampen(Sondermüll) sterben!

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