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14.06.2015

17:52 Uhr

Monsanto-Pflanzenschutzmittel Roundup

Frankreich will Pestizid aus Gartenzentren verbannen

Dem Agrochemie-Hersteller Monsanto droht Ungemach in Frankreich: Das Umweltministerium will den Verkauf des Pestizids Roundup in Gartenzentren verbieten. Ein darin enthaltener Stoff könnte krebserregend sein.

Der in dem Pestizid Roundup enthaltene Stoff Glyphosat ist nach Ansicht einer WHO-Unterorganisation krebserregend. AFP

Anti-Monsanto-Protest in Lyon

Der in dem Pestizid Roundup enthaltene Stoff Glyphosat ist nach Ansicht einer WHO-Unterorganisation krebserregend.

ParisFrankreichs Umweltministerin Ségolène Royal hat ein Verkaufsverbot für das umstrittene Pflanzenschutzmittel Roundup in Gartenzentren verkündet. Frankreich müsse beim Stopp von Pestiziden „in die Offensive gehen“, sagte die Ministerin am Sonntag im Sender France 3.

Sie habe daher die Gartenzentren des Landes aufgefordert, das Mittel aus dem Sortiment zu nehmen. Roundup wird von dem US-Unternehmen Monsanto entwickelt und sowohl von Bauern als auch von Hobbygärtnern verwendet.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hatte den in Roundup enthaltenen Stoff Glyphosat im März als „wahrscheinlich“ krebserregend eingestuft.

Das sind die größten Agrochemie-Hersteller

Syngenta

Umsatz 2014: 15,1 Mrd. US-Dollar (2013: 14,7 Mrd. US-Dollar)

(Quelle: Geschäftsberichte)

Bayer

Umsatz 2014: 12,6 Mrd. US-Dollar (2013: 11,7 Mrd. US-Dollar)

BASF

Umsatz 2014: 7,2 Mrd. US-Dollar (2013: 6,9 Mrd. US-Dollar)

Monsanto

Umsatz 2014: 15,6 Mrd. US-Dollar (2013: 14,8 Mrd. US-Dollar)

Dupont

Umsatz 2014: 11,3 Mrd. US-Dollar (2013: 11,7 Mrd. US-Dollar)

Dow Chemical

Umsatz 2014: 7,3 Mrd. US-Dollar (2013: 7,1 Mrd. US-Dollar)

Monsanto kritisierte die Einschätzung und warf der IARC vor, „absichtlich“ Untersuchungen außer Acht gelassen zu haben, die in Glyphosat keine Gefahr für die menschliche Gesundheit sehen.

Von

afp

Kommentare (2)

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Herr Hans Brandl

15.06.2015, 10:05 Uhr

Zur Richtigstellung:
Frankreich verbietet nur den verkauf in Baumärkten und Gartencentern etc. und ganz sicher nicht in der Landwirtschaft, denn sonst würden die Bauern auf die Strasse gehen . Zudem ist die Übersetzung "wahrscheinlich krebserregend " gezielt falsch und manipulierend, es wird für vielleicht krebserregend gehalten . Bisher hat die WHO dazu keine stichhaltigen Begründungen geliefert. Ganz abgesehen davon dass inzwischen die Patente von Mosanto schon längst abgelaufen und Glyphosat vor allem von chinesischen Produzenten auf den Markt gebracht wird.
Vielleicht überlegt sich das HBO einmal wieso jetzt auf einmal , nach 20 Jahren diese Anti-Glyphosat Kampagne so massiv betrieben wird ?
(...)

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Tom Barker

15.06.2015, 19:39 Uhr

Zur Richtigstellung Ihrer "Richtigstellung"
Glyphosat befindet sich in der Gefahrenstufe 2A, das bedeutet wie Im Artikel richtigerweise angeführt wird "wahrscheinlich krebserregend für Menschen".
Steht ja auch so in Ihrem Link den Sie gepostet haben.

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