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05.04.2017

15:44 Uhr

Monsanto

Starke Zahlen vor der Bayer-Übernahme

Monsanto hat vor der Übernahme durch Bayer einen Gewinnsprung erzielt. Dank starker Nachfrage nach Samenkörnern für Sojabohnen und Mais schoss der Überschuss auf 1,37 Milliarden Dollar nach oben.

Starke Nachfrage Saatgut etwa für den Anbau von Mais und Soja ließ die Erlöse auf 5,07 Milliarden Dollar steigen. Reuters, Sascha Rheker

Monsanto

Starke Nachfrage Saatgut etwa für den Anbau von Mais und Soja ließ die Erlöse auf 5,07 Milliarden Dollar steigen.

St. LouisBeim Agrar-Riesen Monsanto laufen die Geschäfte vor der geplanten Übernahme durch Bayer besser als erwartet. In den drei Monaten bis Ende Februar kletterte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 1,06 auf 1,37 Milliarden Dollar (1,28 Milliarden Euro), wie der US-Konzern am Mittwoch mitteilte.

Starke Nachfrage nach Monsantos Saatgut etwa für den Anbau von Mais und Soja ließ die Erlöse um zwölf Prozent auf 5,07 Milliarden Dollar steigen. In den USA bereiten sich Landwirte darauf vor, Mais und Sojabohnen auf einer neuen Rekordfläche anzubauen.

Für das Gesamtjahr zeigte sich die Unternehmensführung optimistischer und sagte einen Gewinn am oberen Ende der prognostizierten Spanne voraus. An der Wall Street reagierten Anleger erfreut: Die Monsanto-Aktie notierte im frühen Handel 1,3 Prozent höher. Auch bei Bayer liefen die Geschäfte zuletzt rund: Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern hatte für 2016 eine Rekordbilanz präsentiert.

Der Saatgutkonzern Monsanto

Hersteller

Der US-amerikanische Konzern Monsanto ist einer der weltgrößten Hersteller von – oft auch gentechnisch verändertem – Saatgut sowie Unkrautbekämpfungsmitteln.

Umsatz

Das Unternehmen mit Hauptsitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri gehört zu den 500 größten börsennotierten in den USA und setzte zuletzt rund 15 Milliarden US-Dollar (gut 13 Mrd. Euro) um. Dabei erzielte Monsanto einen Überschuss von 2,3 Milliarden Dollar.

Mitarbeiter

Weltweit beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 21.200 Menschen, fast die Hälfte davon in den USA. Der Saatgutkonzern ist in 66 Ländern vertreten – auch in Deutschland.

Kritik

Monsanto bezeichnet eine nachhaltige Landwirtschaft als „Kernanliegen“, wird jedoch weltweit von Umweltschutzorganisationen unter anderem für die Herstellung von gentechnisch veränderten Saatgut heftig kritisiert.

Quelle: dpa

Bayer hatte sich im September nach monatelangem Ringen mit Monsanto auf eine Übernahme für 66 Milliarden Dollar geeinigt. Dies wäre der bislang teuerste Zukauf eines deutschen Unternehmens überhaupt. Die beiden Partner wollen bis zum Jahresende grünes Licht von allen Behörden für ihre Fusion bekommen.

Grundsätzlich gelten die kartellrechtlichen Hürden als bewältigbar. Denn Bayers Schwerpunkt in der Agrarchemie liegt bei Pflanzenschutzmitteln, während Monsanto auf genverändertes Saatgut spezialisiert ist. Für die Zustimmung der Wettbewerbshüter wollen beide Konzern nach früheren Insiderinformationen Firmenteile im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar verkaufen.

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