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23.08.2011

12:21 Uhr

Montageanlagen

Dürr erhält Großauftrag aus Russland

Dürr liefert für den russischen Flugzeugbauer Irkut Anlagen zur Montage von Flugzeugteilen und kann auf Anschlussverträge hoffen. Für den Maschinen- und Anlagenbauer ist es der bisher größte Auftrag aus der Luftfahrtindustrie.

Mitarbeiter von Dürr fertigen im Werk Bietigheim-Bissingen Lackierroboter. dpa

Mitarbeiter von Dürr fertigen im Werk Bietigheim-Bissingen Lackierroboter.

StuttgartDer Maschinen- und Anlagenbauer Dürr hat einen Großauftrag vom Flugzeugbauer Irkut aus Sibirien eingefahren. Dürr werde gemeinsam mit Partnern für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag Anlagen zur Montage von
Flugzeugteilen für ein zweistrahliges Passagierflugzeug liefern, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart mit.

Der Bau der Struktur- und End-Montagelinien beginne im September 2012, die Montage der ersten Flugzeuge 2014. Der Auftrag ist für Dürr, das die meisten Geschäfte mit Autokonzernen macht, der bisher größte aus der Luftfahrtindustrie. Der russische Flugzeugbauer Irkut will ab 2017 zunächst zehn Mittelstreckenjets MS-21 für bis zu 212 Passagiere pro Jahr ausliefern, nach der internationalen Zertifizierung könne die Produktion später auf bis zu 84 Flugzeuge pro Jahr wachsen. Dürr hofft daher auf Anschlussaufträge, wie Vorstandschef Ralf Dieter sagte.

Zuletzt baute Dürr unter anderem Montageanlagen für Airbus in China und Lockheed in den USA. Bei Irkut sind die Partnerfirmen Premium Aerotec, Edag und MR-Plan mit an Bord, der größte Teil des Auftrags entfällt den Angaben zufolge aber auf Dürr.

Irkut baut seit gut acht Jahrzehnten Flugzeuge und gehört zu dem staatlich kontrollierten Firmenkonsortium UAC, mit dem die russische Regierung die zivile Luftfahrtindustrie wiederbeleben will. Das sibirische Unternehmen mit rund 13.000 Beschäftigten ist vor allem für seine Suchoi-Kampfjets bekannt.

Bei Dürr macht das Luftfahrtgeschäft mit durchschnittlichen Erlösen von rund 30 Millionen Euro pro Jahr nur einen Bruchteil des Konzernumsatzes von zuletzt knapp 1,3 Milliarden Euro aus.

Von

rtr

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