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09.10.2014

21:08 Uhr

Montagestart schon nächstes Jahr

ZF gründet Joint Venture mit chinesischem Autobauer

Mercedes in China produziert schon lange mit Achsen der ZF Friedrichshafen. Nun soll ein Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer BAIC zur Entwicklung und Montage von Pkw-Achssystemen seine Arbeit beginnen.

Die ZF Friedrichshafen gründet ein Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer BAIC. dpa

Die ZF Friedrichshafen gründet ein Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer BAIC.

Friedrichshafen/PekingDer Autozulieferer ZF Friedrichshafen und der chinesische Autobauer BAIC (Beijing Automotive Industry Corporation) gründen ein Gemeinschaftsunternehmen. Wie beide Firmen am Donnerstag mitteilten, wurde das Joint Venture zur Entwicklung und Montage von Pkw-Achssystemen ins Leben gerufen. ZF-Vorstandschef Stefan Sommer und Xu Heyi, Chef der BAIC-Gruppe sowie von deren Pkw-Sparte BAIC Motor, unterzeichneten den Vertrag am Donnerstag in Friedrichshafen.

Zu Beijing Benz Automotive (BBAC), einem Joint Venture von BAIC Motor und der Daimler AG, unterhält ZF bereits seit mehreren Jahren Geschäftsbeziehungen und liefert komplette Vorder- und Hinterachsen für die aktuellen Modellreihen der in China produzierten Mercedes C- und E-Klasse sowie der GLK-Modelle.

Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem ZF 51 Prozent der Anteile hält, wird seinen Sitz in einem südöstlich von Peking gelegenen Industriepark haben. Dort werden vom nächsten Jahr an zuerst Ingenieure und Werksplaner die Entwicklungsarbeit aufnehmen und den Aufbau der Produktionsanlagen vorbereiten.

Die größten Gewinner im deutschen Automarkt

Platz 10

Dacia - Plus 7,5 Prozent - 48.907 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die rumänische Billigtochter bleibt eine Erfolgsgeschichte für Renault und wächst in Europa weiterhin deutlich stärker als der Markt.

Quelle: Kraftfahrzeugbundesamt

Platz 9

Skoda - Plus 8,5 Prozent - 173.538 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Mittlerweile sind die Tschechen die erfolgreichste Importmarke in Deutschland. Neue Modelle wie der Fabia dürften den Absatz auch im kommenden Jahr ankurbeln.

Platz 8

Seat - Plus 11,7 Prozent - 91.192 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Das spanische Sorgenkind des VW-Konzerns fährt aus der Krise. Der neue Leon macht's möglich - und beschert ein sattes Absatzplus auf dem deutschen Markt.

Platz 7

Nissan - Plus 13,7 Prozent - 62.536 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Den Japanern ist zum Jahresende etwas die Puste ausgegangen. Insgesamt kann sich das Absatzplus im abgelaufenen Jahr aber sehen lassen. Neue Modelle wie der Pulsar sollen die Erfolgsgeschichte im kommenden Jahr wiederholen.

Platz 6

Mitsubishi - Plus 14,1 Prozent - 24.131 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die Japaner haben mit dem Outlander PHEV einen der ersten SUVs mit Plug-in-Hybrid im Angebot. Insgesamt überzeugt die Modellpalette die Deutschen offenbar.

Platz 5

Volvo - Plus 16 Prozent - 31.919 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die Schweden sind zurück. Mit Modellen wie dem SUV XC90 blasen die Skandinavier wieder zum Angriff. Besonders zum Jahresende legte der Absatz deutlich zu.

Platz 4

Mazda - Plus 16,7 Prozent - 52.491 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Kennen Sie noch die uncoolen Mazdas aus den 90ern? Die Autokäufer in Deutschland kennen sie nicht. Eine runderneuerte Modellpalette bringt Mazda unter den Gewinnern der Zulassungsstatistik weit nach vorne.

Platz 3

Porsche - Plus 17,1 Prozent - 24.365 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen setzt seine Erfolgsgeschichte ungebrochen fort. Besonders zum Jahresende legt Porsche deutlich zu. Dabei dürften Verkaufsschlager wie der Macan auch weiterhin für Absatz sorgen.

Platz 2

Land Rover - Plus 18,1 Prozent - 14.679 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die noblen Briten können mit dem Evoque auch modern und klein. Das zahlt sich bei den Verkäufen aus. In Deutschland verkauft Land Rover fast doppelt so viele Autos wie Konkurrent Jeep.

Platz 1

Jeep - Plus 48,8 Prozent - 10.268 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die SUV-Marke aus dem Hause Fiat/Chrysler wächst in Deutschland stärker als alle Konkurrenten. Das dürfte Fiat-Chef Marchionne freuen, für dessen Premiumstrategie die Marke eine Schlüsselrolle spielt. Besteller ist der Grand Cherokee.

Der Start der Achssystem-Montage ist für die nächsten Jahre geplant. Dann werden 200 Mitarbeiter an dem Standort beschäftigt sein. Kunden sind die verschiedenen Pkw-Marken der BAIC-Gruppe. In das neue Werk mit einer Fläche von 16 000 Quadratmetern investieren die beiden Joint-Venture-Partner mehr als zehn Millionen Euro.

Von

dpa

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