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05.01.2010

08:16 Uhr

Motorenbauer

Deutz denkt über Staatshilfe nach

Der Motorenbauer Deutz prüft einen Antrag auf Staatshilfe. Grund: hohe Entwicklungskosten für neue Motorengenerationen. Deutz leidet unter der Krise.

Ein Mitarbeiter von Deutz im Kölner Werk bei der Arbeit. Quelle: dpa

Ein Mitarbeiter von Deutz im Kölner Werk bei der Arbeit.

HB FRANKFURT. Der Kölner Motorenhersteller Deutz prüft einem Zeitungsbericht zufolge einen Antrag auf eine staatliche Kreditbürgschaft. Dabei gehe es um weniger als 100 Mio. Euro, mit denen die Entwicklung einer neuen Motorengeneration sichergestellt werden solle, berichtete die "Financial Times Deutschland" am Dienstag unter Berufung auf Finanzkreise. Eine Unternehmenssprecherin lehnte dem Bericht zufolge einen Kommentar ab. Um die neuen politischen Vorgaben für abgasärmere Motoren zu erfüllen, seien aber "erhebliche Aufwendungen" nötig, wurde die Sprecherin zitiert.

Zugleich verhandelt Finanzchefin Margarete Haase dem Bericht zufolge wegen eines Bruchs bestehender Kreditverträge mit 15 Fremdkapitalgebern aus den USA, die dem Konzern rund 200 Mio. Euro zur Verfügung gestellt hätten. Das Unternehmen hoffe auf eine Einigung bis Ende des Monats, sagte die Sprecherin laut Bericht.

Bei dem Hersteller von Motoren für Bagger, Traktoren oder Lastwagen waren im Zuge der Wirtschaftskrise die Bestellungen stark zurückgegangen. Das Kölner Unternehmen erwartet nach früheren Angaben für 2009 nur einen halb so hohen Absatz wie ein Jahr zuvor, als Deutz rund 250 000 Motoren verkauft hatte. Auf operativer Ebene wird mit einem Verlust gerechnet. Den Geschäftsbericht für 2009 will das SDax-Unternehmen am 18. März veröffentlichen.

Kommentare (1)

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Adler

05.01.2010, 11:53 Uhr

Die Probleme bei DEUTZ sind nicht nur bedingt durch einen starken Einbruch im Auftragseingang, sondern vielmehr in einer gescheiterten Produktpolitik, Fehlinvstitionen und Missmanagement auf vielen Ebenen zu sehen. Ein Anspruch auf Staatshilfen kann also nicht berechtigt sein.
Marketing und Vertriebsleitung haben die Entwicklungen am Markt verschlafen. Unternehmensleitung hat sich in teueren aussichtslosen strategischen Projekten verheddert, so wurden Milionen für ein nicht realisierbares Joint Venture mit einem Pleite Unternehemn aus der Türkei jahrelang forciert. Dann hat man ein JV in China gegründet und sich vom chinesischen Partner wissentlich über den Tisch ziehen zu lassen. Dabei ging es vorrangig um die Abschöpfung von bonis für den Vorstand............., letztendlich ist das Management auf der operativen Seite weitgehends unqualifiziert und garnicht geeignet für die schweren Aufgaben und Hearsuforderungen. Mit Deutz wird es so nicht weitergehen. Es muss rasch gehandelt werden.

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