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22.06.2017

14:44 Uhr

Motorradhersteller

VW-Betriebsrat gegen Verkauf von Ducati

Der Betriebsrat von Volkswagen hat sich gegen einen möglichen Verkauf des italienischen Motorradherstellers Ducati ausgesprochen. Die Pläne wurden allerdings bislang nicht von offizieller Seite bestätigt.

Der italienische Motorradhersteller gehört offiziell zur Audi AG, welche wiederum zum Volkswagen-Konzern gehört. Reuters

Ducati

Der italienische Motorradhersteller gehört offiziell zur Audi AG, welche wiederum zum Volkswagen-Konzern gehört.

BerlinDer nach Informationen von Insidern geplante Verkauf des italienischen Motorradherstellers Ducati stößt auf Widerstand im Konzernbetriebsrat von Volkswagen. „Ducati ist ein Juwel, dessen Verkauf die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat von Volkswagen nicht unterstützen“, sagte ein Betriebsratssprecher am Donnerstag mit Blick auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom Mittwoch. Nach Ansicht der Arbeitnehmer ist das 2012 hinzugekaufte Zweiradgeschäft im Autokonzern gut aufgehoben.

Mit den Plänen Vertraute hatten erklärt, die amerikanische Kultmarke Harley-Davidson sei unter einem halben Dutzend potenzieller Käufer. Auch Finanzinvestoren und der indische Autobauer Bajaj hätten die Fühler nach dem traditionsreichen Rennmotorrad-Hersteller aus Bologna ausgestreckt.

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Der Wolfsburger Konzern beauftragte vor einigen Monaten bereits den Investmentberater Evercore, Verkaufsmöglichkeiten zu prüfen, wie Reuters von Insidern erfahren hatte. Erste vorläufige Gebote seien im Juli zu erwarten. Die Preisvorstellung von VW lägen bei 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro.

VW und seine Premiumtochter Audi, der Ducati formell gehört, bestätigten den Plan bisher nicht. Sollten die Arbeitnehmer im VW-Aufsichtsrat geschlossen dagegen sein, müssten sie mit dem doppelten Stimmrecht des Aufsichtsratschefs Hans Dieter Pötsch überstimmt werden.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Matthias Moser

22.06.2017, 15:06 Uhr

Es würde sehr viel Sinn machen, die Eskapaden von Hr Piech abzuwickeln. VW braucht keine Motorräder, sondern bezahlbare Autos mit zukunftsweisender Technik.

Herr Günther Jakob

22.06.2017, 19:58 Uhr

@ Herr Moser:

Könnten Sie bitte erklären, was gemäß Ihrer Meinung bzw. Logik das eine mit dem anderen zu tun haben soll?
Ich könnte Ihren Beitrag nur nachvollziehen, wenn VW Geld in Ducati investieren müsste. Dem ist aber nicht so, wie sie den im Handelsblatt ebenfalls genannten Bilanzen von Ducati leicht entnehmen können.

Herr ulrich Dödtmann

29.06.2017, 12:26 Uhr

Wie sagt man so schön: Schuster bleib bei deinen Leisten. Ein Auto zu bauen was technisch und optisch perfekt ist, ist schon eine Leistung. Ein Motorrad zu erschaffen was optisch und technisch an
Perfektion grenzt, sollte Ducati überlassen bleiben. Warum musste Audi Ducati formell übernehmen?
Aus Liebe oder ...........? Ich stimme Herrn Moser zu!

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