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28.04.2015

10:36 Uhr

MTU Aero Engines

Starker Dollar beflügelt Turbinenbauer

MTU steigert im ersten Quartal den Umsatz deutlich. Der Turbinenbauer geht davon aus, im laufenden Jahr erneut Rekordwerte zu erzielen. Doch die Einnahmen im Militär-Segment sinken.

Der Triebwerkehersteller MTU Aero Engines ist im Aufwind: Die Einnahmen aus dem Verkauf neuer Turbinen legte zuletzt gut ein Viertel zu. dpa

MTU Aero Engines

Der Triebwerkehersteller MTU Aero Engines ist im Aufwind: Die Einnahmen aus dem Verkauf neuer Turbinen legte zuletzt gut ein Viertel zu.

MünchenDer starke Dollar beflügelt den Turbinenbauer MTU Aero Engines zum Jahresauftakt. Auch die Wartung ziviler Flugzeugantriebe verlieh MTU weiter Schub.

Der Umsatz legte im ersten Quartal binnen Jahresfrist um ein Fünftel auf rund 1,1 Milliarden Euro zu, wie die Münchner am Dienstag mitteilten. Der Überschuss kletterte im gleichen Umfang auf 68,2 Millionen Euro. „Das verschafft uns eine gute Ausgangsposition für den weiteren Jahresverlauf. Wir gehen davon aus, dass wir 2015 erneut Rekordwerte erzielen können und bestätigen heute unsere Prognose. Wie in der Vergangenheit werden wir sie zum Halbjahr überprüfen“, erklärte Firmenchef Reiner Winkler.

Bisher rechnet er mit einem Umsatz von 4,4 Milliarden Euro und einem Gewinn von 285 Millionen Euro. Das Unternehmen nahm dafür allerdings einen wesentlich schwächeren Dollar an.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Die Einnahmen aus dem Verkauf neuer Turbinen legte zuletzt gut ein Viertel zu. Der Auftragsbestand in dem Geschäft erreichte ein neues Rekordniveau. „Das ist umso erfreulicher, als der Auftragsbestand stark geprägt ist von den neuen Antrieben, die unsere Wachstumsträger sind“, erklärte Winkler.

Dazu gehöre insbesondere der Antrieb für den modernisierten Airbus A320neo. Weltweit bestellen die Fluglinien derzeit angesichts des anhaltend wachsenden Verkehrsaufkommens wie wild neuen Maschinen, die häufig mit Triebwerken von MTU und seinen Partner ausgerüstet werden. Das militärische Geschäft verliert für die Bayern indes immer stärker.

Im vergangenen Jahr schrumpften die Einnahmen aus der Wartung von Militärmaschinen um gut ein Fünftel. Am meisten Geschäft macht MTU in dem Segment noch mit der Instandhaltung des Kampfjets Eurofighter.

Von

rtr

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