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25.11.2014

14:15 Uhr

MTU verspricht höhere Renditen

Triebwerksbauer sieht deutliches Wachstum ab 2018

Ab 2018 verspricht der Triebwerksbauer MTU Aero Engines, würden die heutigen Investitionen durchschlagen und die Margen deutlich steigen. Schon zuvor sei ein moderates Wachstum zu erwarten. Die Börse reagierte erfreut.

MTU-Chef Reiner Winkler verspricht den Anlegern des Triebwerkbauers MTU für die nächsten zehn Jahre steigende Renditen. dpa

MTU-Chef Reiner Winkler verspricht den Anlegern des Triebwerkbauers MTU für die nächsten zehn Jahre steigende Renditen.

MünchenDer Triebwerkshersteller MTU Aero Engines stellt in den kommenden zehn Jahren steigende Renditen in Aussicht. Die operative Marge werde bis 2024 zulegen, teilte MTU am Dienstag auf einer Analystenkonferenz mit. Bis 2017 werde der Zuwachs wegen hoher Investitionen in neue Triebwerksprogramme aber nur moderat ausfallen. „Diese Investitionen in die Zukunft werden sich ab 2018 auszahlen. Wir erwarten dann ein beschleunigtes Wachstum der margenstarken Unternehmensbereiche“, erklärte Vorstandschef Reiner Winkler. Bereits in den Jahren zuvor werde das Nettoergebnis wegen sinkender Steuerquoten stärker zulegen als der Betriebsgewinn (Ebit). An der Börse kamen die Aussichten gut an, die MTU-Titel legten im MDax rund ein Prozent zu.

MTU profitiert verstärkt von der Flottenerneuerung der Flugzeugbauer, etwa der neuen Motorisierung des Airbus-Mittelstreckenfliegers A320neo. Die neuen, spritsparenden Turbinenmodelle zahlen sich für die Münchner allerdings erst so richtig aus, nachdem sie für die Anlaufphase tief in die Tasche greifen mussten. MTU verdient vornehmlich an der Wartung der Jetantriebe. Während dieses Geschäft im zivilen Bereich boomt, ist das Wartungsaufkommen bei Kampfflugzeugen und Militärhubschraubern wegen klammer Staatsbudget und schrumpfender Rüstungsetats rückläufig.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Für das kommende Jahr versprach Winkler ein Umsatzplus im Produktgeschäft von an die zehn Prozent. Während der zivile Wartungsbereich etwa im gleichen Umfang wachsen soll, werde der militärische stagnieren. Konkrete Prognosen für 2015 will er erst im Februar vorlegen. Von dem Umsatzziel seines Vorgängers von sechs Milliarden Euro bis 2020 hatte sich Winkler nach dem Amtsantritt zum Jahreswechsel gelöst.

Von

rtr

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