Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.02.2012

19:30 Uhr

Müller-Brot

Neues Reinigungskonzept für Skandalbäckerei

Die insolvente Großbäckerei Müller soll mit einem neuen Reinigungskonzept wieder auf die Beine kommen. Der Insolvenzverwalter hält eine Rettung des Unternehmens nach wie vor für möglich.

Die Großbäckerei Müller-Brot soll mit einem neuen Reinigungskonzept aus der Krise geführt werden. dpa

Die Großbäckerei Müller-Brot soll mit einem neuen Reinigungskonzept aus der Krise geführt werden.

NeufahrnBei der insolventen bayerischen Großbäckerei Müller sind erste Weichen für eine Wiederaufnahme der Produktion gestellt worden. Angesichts der gravierenden Hygienemängel ließ der vorläufige Insolvenzverwalter Hubert Ampferl nach eigenen Angaben vom Dienstag das Reinigungskonzept für die Produktionsanlagen von Müller-Brot grundlegend überarbeiten. So wurde unter anderem das Budget für Reinigung und Wartung deutlich erhöht. Zudem wurden erste personelle Konsequenzen gezogen: der Produktions-Geschäftsführer wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Er gehe davon aus, dass alle Mängel in etwa zwei Wochen abgestellt seien, teilte Ampferl mit. „Wir werden alles daran setzen, dass die Freigabe der Produktion in absehbarer Zeit erfolgen kann.“ Der Betrieb werde aber erst wieder beginnen, „wenn die Hygiene ohne Wenn und Aber wieder hergestellt ist“. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien für die Monate Januar bis März über das Insolvenzgeld gesichert.

„Eine Rettung des Unternehmens ist nach wie vor möglich“, erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter. Die Finanzierung der noch notwendigen Reinigungs- und Wartungsarbeiten sei nach Verhandlungen mit den Banken gesichert. Um das operative Geschäft während des vorläufigen Insolvenzverfahrens aufrecht erhalten zu können, verhandle er derzeit mit den Banken über einen Massekredit.

Müller-Brot hatte wegen schwerwiegender Hygienemängel Ende Januar die Produktion einstellen müssen. In dem Unternehmen waren nach Behördenangaben Ungeziefer und Mäusekot in mehreren Proben von Zutaten gefunden worden. Fertigprodukte waren daraufhin zurückgerufen und entsorgt worden - auch wenn in ihnen selbst keine Verunreinigungen festgestellt wurden. Mehrere Großabnehmer, darunter die Discounterketten Aldi und Lidl, sprangen als Abnehmer ab. Vergangenen Donnerstag musste das Unternehmen Insolvenz anmelden.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×