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11.06.2014

15:13 Uhr

Münchner Mischkonzern

Schörghuber rettet sich mit Fischzucht

Der Mischkonzern Schörghuber macht sein Geld im Bier- und Baugewerbe – und nun auch mit Fisch. Die Lachszucht wirft nach einem Jahr mit herben Verlusten erstmals Gewinne ab. Auch das Biergeschäft lief 2013 besser.

Junge Lachse: Die Fischzucht sichert Schörghuber den Umsatzgewinn. dpa

Junge Lachse: Die Fischzucht sichert Schörghuber den Umsatzgewinn.

MünchenDer Münchner Mischkonzern Schörghuber verdient nach anfänglichen Verlusten auch mit seiner Lachszucht wieder Geld und konnte auch deswegen 2013 mit einem deutlichen Plus abschließen. Grundsätzlich liefen die Geschäfte in allen vier Bereichen rund. Neben der jungen Sparte Seafood sind das Hotels, Immobilien und vor allem das im Teilkonzern Brauholding International gebündelte Getränkegeschäft mit den Brauereien Paulaner oder Kulmbacher.

Vor allem Paulaner machte der Gruppe 2013 Freude. Die außerhalb Bayerns vor allem mit Weißbier erfolgreiche Traditionsbrauerei wächst seit längerem unter anderem dank des wachsenden Exports gegen den Markttrend - so sehr, dass die Kapazität der Braustätte am Münchner Nockherberg inzwischen erschöpft ist. Das bremst das Wachstum auch in diesem Jahr, zudem dürfte der Neubau einer Brauerei in einem anderem Münchner Stadtteil das Unternehmen in diesem Jahr belasten.

Dennoch soll der Umsatz auch in dieser Sparte wachsen, der Gewinn soll trotz hoher Investitionen stabil bleiben. 2013 lag der Umsatz der BHI mit knapp 600 Millionen Euro etwas unterhalb des Vorjahreswertes, unter dem Strich standen gut 23 Millionen Euro. Am in Deutschland herrschenden Preiskampf will sich die Gruppe weiter heraushalten, sagte Schörghuber-Chef Klaus Naeve am Mittwoch. Konzernweit trieb vor allem die Übernahme einer weiteren Fischzucht in Südamerika den Umsatz. Der stieg, ohne die Erlöse der BHI, 2013 von knapp 673 auf fast 740 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente die Gruppe ohne den Gewinn der BHI gut 85 Millionen Euro nach knapp 60 Millionen 2012. Auch hier macht sich die Sparte Seafood bemerkbar.

Schörghuber war 2011 in die Fischzucht in Südamerika eingestiegen und beliefert von dort Asien und Nordamerika vor allem mit frischem Lachs. 2012 hatte ein massives Überangebot an Fisch und der darauffolgende Preisverfall die Bilanz der Sparte mit einem Verlust von fast 30 Millionen Euro belastet. Nun steht mit einem Gewinn von 5,6 Millionen Euro wieder eine schwarze Zahl im Bereich Seafood.

Von

dpa

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