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20.04.2012

12:51 Uhr

Multiple-Sklerose

EU-Behörde spricht sich für Novartis aus

Die Europäische Aufsicht hat ein Medikament von Novartis gegen Multiple Sklerose empfohlen - wenn auch mit Einschränkungen. Vorausgegangen war der Tod eines Patienten in den USA.

Novartis glaubt an das Potenzial des Mittels Gilenya. Reuters

Novartis glaubt an das Potenzial des Mittels Gilenya.

Zürich/LondonDie Medikamenten-Überwachungsbehörde der EU (EMA) hat sich für die fortgesetzte Anwendung des Multiple-Sklerose-Medikaments Gilenya des Schweizer Pharmakonzern Novartis ausgesprochen. Allerdings müsse Novartis deutlicher vor Herzrisiken warnen, entschied die EMA. Ärzte sollten Gilenya bei Patienten mit Erkrankungen am Herz-Kreislauf-System oder den Blutgefäßen im Gehirn nicht verschreiben.

Die EMA hatte Gilenya nach einem ungeklärten Todesfall in den USA im Januar unter die Lupe genommen. In Zusammenhang mit diesem Vorfall und anderen Berichten von Herzproblemen bei Patienten sind Ärzte in den vergangenen Monaten bei der Anwendung von Gilenya vorsichtiger geworden. Analysten erwarten aber immer noch, dass das Medikament mit einem für 2015 geschätzten Umsatz von 1,7 Milliarden Dollar zum Renner wird.

Das sieht auch Novartis so. Die Bestätigung des positiven Nutzen-Risiko-Verhältnisses durch die EMA stütze die Überzeugung, dass Gilenya Blockbuster-Potenzial habe, erklärte Novartis Pharma-Chef David Epstein. In der EU ist Gilenya seit März 2011 zugelassen.

Von

rtr

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