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07.03.2006

19:06 Uhr

Nach 35 Jahren

Airbus verabschiedet sich vom A300

Historischer Schritt bei Airbus: Der Flugzeughersteller stellt die Fertigung des Flugzeugs ein, mit dem das europäische Gemeinschaftsunternehmen vor mehr als drei Jahrzehnten an den Start gegangen ist. Grund: die Nachfrage nach neueren Modellen.

A300: Airbus stellt 2007 die Endmontage des Modells ein. Foto: dpa

A300: Airbus stellt 2007 die Endmontage des Modells ein. Foto: dpa

HB TOULOUSE. Die Endmontage der Baureihe A300/A310 werde bis Juli 2007 auslaufen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die 1969 vorgestellte A300 war der erste zweimotorige Großraumjet auf dem Markt, erste Maschinen wurden von der Air France 1974 in Dienst gestellt.

Die Maschine markiert gewissermaßen die Geburt des europäischen Flugzeugherstellers, der aus einem Konsortium deutscher Luftfahrtunternehmen und der französischen Aerospatiale als Konkurrenz zum US-Konzern Boeing entstanden war. Später stießen die spanische Casa und die British Aerospace hinzu. Heute gehört Airbus mehrheitlich zum europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS.

Der A310, eine Weiterentwicklung des A300 mit weniger Sitzplätzen und höherer Reichweite, wurde 1983 erstmals von Fluggesellschaften eingesetzt. A310-Maschinen gehören auch zur Flugbereitschaft der Bundeswehr, sie werden bei Staatsbesuchen auch der jetzigen Bundeskanzlerin Angela Merkel im Ausland eingesetzt.

Zuletzt fertigten rund 150 Mitarbeiter von Airbus monatlich ein Flugzeug der A300/310-Baureihe. Insgesamt wurden 802 Maschinen der Baureihe ausgeliefert. Die Mitarbeiter sollen Arbeitsplätze in anderen Teilen des Unternehmens erhalten.

Airbus-Chef Gustav Humbert begründete den Schritt mit der Notwendigkeit, den Einsatz der Ressourcen des Unternehmens zu optimieren. „Mit dem in nächster Zeit auslaufenden A300/A310-Programm leiten wir zugleich eine bedeutende Produktionssteigerung in unserem Unternehmen ein“, ergänzte er. Für das laufende Jahr peilt Airbus die Auslieferung von mehr als 400 Flugzeugen nach 378 im vergangenen Jahr an. Erzrivale Boeing hat die Auslieferung von 395 Maschinen angekündigt.

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