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17.12.2013

12:15 Uhr

Nach Absturz in Glasgow

Sicherheitswarnung für EADS-Hubschrauber

Ist der Hubschrauber von Glasgow wegen einer defekten Kraftstoffanzeige abgestürzt? Der Hubschrauber-Hersteller Eurocopter gibt jetzt eine Warnung an alle Besitzer der Maschine aus. Die Fehleranalyse dauert noch an.

Der Hubschrauber war in eine Bar namens „The Clutha” gestürzt. AFP

Der Hubschrauber war in eine Bar namens „The Clutha” gestürzt.

LondonDer Hubschrauber-Hersteller Eurocopter hat eine Sicherheitswarnung für Maschinen seines Typs EC135 ausgegeben. Einer dieser Helikopter war kürzlich in Glasgow abgestürzt, bei anderen wurde ein Fehler in der Kraftstoffanzeige festgestellt. Es könne sein, dass die Anzeige bei dem EC135 nicht richtig funktioniere, teilte die EADS-Tochter am Montagabend mit. „Alle Besatzungen sollten sich bewusst sein, dass im schlimmsten Fall die rote Warnlampe 'Wenig Treibstoff' aufleuchten könnte, ohne dass zuvor die gelbe Treibstoff-Warnlampe angegangen ist.”

Die Warnung geht zurück auf Probleme bei einem EC135 des britischen Flug-Dienstleisters Bond Aviation. Bei einem von Bond vermieteten Rettungshubschrauber war ein Problem an der Treibstoff-Anzeige festgestellt worden, Bond hatte daraufhin am 11. Dezember ein Flugverbot für alle seine 38 Maschinen des Typs angeordnet. Eurocopter zufolge wurden dann bei zwei weiteren EC135 ähnliche Fehler festgestellt, durch die der Pilot die Treibstoffreserve falsch einschätzen könnte.

Vom Superjumbo bis Ariane – was Airbus alles herstellt

Airbus

Der weltgrößte Hersteller von Passagierflugzeugen bietet eine breite Palette an: vom 100 Sitze zählenden A318 bis hin zum Superjumbo A380, in dem 500 Menschen Platz finden. Insgesamt gibt es 14 Modelle. Mehr als 6000 Airbus-Flugzeuge sind weltweit unterwegs. Die Tochter der nun gleichnamigen Mutter stellt bislang auch Militärflugzeuge her, darunter den Transporter A400M. Airbus kam 2012 auf einen Umsatz von 37 Milliarden Euro, davon 2,1 Milliarden Euro aus dem Rüstungsgeschäft.

Astrium

Dahinter verbirgt sich das europäische Raumfahrtgeschäft von Airbus. Hergestellt werden beispielsweise Satellitensysteme. Bekanntestes Produkt sind die Ariane-Raketen, mit denen Satelliten ins Weltall transportiert werden. Astrium kam 2012 auf einen Umsatz von knapp sechs Milliarden Euro.

Cassidian

Die Rüstungssparte produziert etwa den Kampfjet Eurofighter und das Aufklärungssystem Awacs. Das rentabelste Segment des Konzerns kämpft mit mauen Zukunftsaussichten und schlechter Exportlage. Vor allem dort erwartet die IG Metall den stärksten Personalabbau. Über Cassidian ist Airbus auch am Eurofighter-Konsortium beteiligt und Anteilseigner beim Raketensystemanbieter MBDA. Dieser Geschäftsbereich machte 2012 rund 5,8 Milliarden Euro Umsatz.

Eurocopter

Der Hersteller von Zivil- und Militärhubschraubern kommt auf einen weltweiten Marktanteil von rund 30 Prozent. Zu den bekanntesten Produkten gehören der militärisch genutzt Tiger und der zivile EC225 Super Puma. Diese Sparte erlöste 2012 rund 6,3 Milliarden Euro.

Bei dem Absturz in Glasgow waren Ende November zehn Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Nach Angaben der Behörden haben erste Untersuchungen keinerlei Hinweise auf Probleme am Motor oder Getriebe der Maschine ergeben. EADS-Aktien gaben am Dienstag an der Pariser Börse in einem schwachen Umfeld ein Prozent nach.

Von

rtr

Kommentare (1)

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norbert

17.12.2013, 16:40 Uhr

Jeder kleine PPL-A - Pilot lernt, daß man den Tankvorrat physisch kontrolliert und danach seine Flugzeit kalkuliert !
Tankanzeigen sind nie zuverlässig, das weiß jeder Flugzeugführer.

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