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17.05.2011

10:53 Uhr

Nach Beben-Katastrophe

Japans Autobauer auf dem Weg zur Normalität

Japans Autobauer Honda erholt sich langsam von der Katastrophe. Und auch Weltmarktführer Toyota fährt die Produktion in Europa wieder hoch. Schneller als gedacht kehren die Autobauer damit zu normalen Verhältnissen zurück.

Toyota-Werk: Im Sommer sollen alle Werke des Autobauers wieder normal produzieren. Quelle: dpa

Toyota-Werk: Im Sommer sollen alle Werke des Autobauers wieder normal produzieren.

Tokio/KölnMehr als zwei Monate nach der verheerenden Beben- und Atomkatastrophe in Japan normalisiert sich beim japanischen Autobauer Honda Motor die Produktion. Bei den Zulieferern nehme die Erholung Fahrt auf, teilte der Konzern mit. Wann die Bänder wieder auf normalem Niveau laufen könnten, hänge aber nach wie vor von der Zuliefer-Branche ab. Honda-Finanzchef Fumihiko Ike zufolge gibt es derzeit noch Probleme bei der Lieferung von Elektronik, Farben und Gummiteilen. Im April hatte Honda erklärt, die Produktion werde bis zum Jahresende wieder das Niveau von vor dem verheerenden Erdbeben erreichen. Nun betonte Ike, das sei das schlimmste Szenario. Es könne auch besser laufen.

Der japanische Autobauer Toyota fährt derweil seine Fahrzeugproduktion in Europa wieder hoch. Ab Juni sollten alle Werke auf dem Kontinent wieder volle Leistung fahren, teilte Toyota Deutschland mit. Die europäischen Kunden könnten deshalb bald wieder von normalen Lieferzeiten ausgehen. Damit kehre Toyota in Europa schneller als erwartet auf das alte Produktionsniveau zurück. Als Folge der Erdbebenkatastrophe in Japan waren auch in den europäischen Werken die Zulieferteile knapp geworden. Deshalb hatte Toyota im April und Mai die Produktion an fünf Standorten in Großbritannien, Polen, Frankreich und in der Türkei gedrosselt.

Konkurrent Nissan Motor rechnet damit, sich bereits bis Oktober vollständig von den Folgen des Bebens und Tsunamis am 11. März zu erholen. Der Konzern arbeite hart daran, es früher zu schaffen, sagte Nissan-Chef Carlos Ghosn. Analysten zufolge erholen sich alle drei Autobauer auf ähnlichem Niveau.

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