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17.11.2011

16:18 Uhr

Nach Bilanzskandal

Großaktionär verkauft Anteile von Olympus

Wegen des Bilanzskandals geht ein weiterer Großaktionär auf Distanz zum japanischen Kamerahersteller Olympus. Die Versicherung Nippon Life Insurance reduziert ihren Aktienanteil an dem Skandalunternehmen um drei Prozent.

Ein Fotoapparat der Marke Olympus. Reuters

Ein Fotoapparat der Marke Olympus.

TokioDer Aktienanteil von Nippon Life sinkt damit auf 5,1 Prozent von bislang 8,1 Prozent, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte. Die Versicherung wolle damit seine Risiken minimieren, zugleich aber den Zugang zu dem technologieträchtigen Konzern behalten. Olympus drohen nach systematischen Bilanzfälschungen Milliarden-Abschreibungen und ein Rauswurf aus der Tokioter Börse. Vor wenigen Tagen hat bereits der singapurische Staatsfonds GICÄGIC.UL) fast alle seiner Aktien verkauft.

Der frühere Olympus-Chef Michael Woodford wird in der kommenden Woche von Polizei, Ermittlern und Börsenaufsehern vernommen. „Ich werde am Mittwochnachmittag ankommen“, sagte der britische Manager, der den Skandal ins Rolle gebracht hat und nach seinem Rausschmiss am 14. Oktober aus dem Land geflohen war. Olympus hat vergangene Woche erstmals eingeräumt, über Jahrzehnte Verluste aus Wertpapiergeschäften verheimlicht und falsch verbucht zu haben. In weniger als einem Monat hat der Konzern mehr als 80 Prozent seines Börsenwertes eingebüßt. Der Kamerahersteller beschäftigt fast 40.000 Menschen und gilt als führend bei der Herstellung von Endoskopen.

Von

rtr

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