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11.05.2015

07:59 Uhr

Nach der Insolvenz

EnBW bietet für Prokon

VonJürgen Flauger, Gertrud Hussla, Sönke Iwersen

Die Pleite von Prokon war spektakulär. Nun will der Energiekonzern EnBW will das insolvente Windkraftunternehmen übernehmen – und ein Angebot beim Insolvenzverwalter abgeben.

Alternative Energie: Windräder im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg) sollen sie bringen. dpa

Alternative Energie: Windräder im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg) sollen sie bringen.

DüsseldorfDer Energiekonzern EnBW greift nach dem insolventen Windkraftunternehmen Prokon. Die EnBW werde beim Insolvenzverwalter ein Gebot abgeben, berichtet das Handelsblatt (Montagausgabe) unter Berufung auf Branchenkreise. Der Wert von Prokon werde dabei auf mindestens 500 Millionen Euro geschätzt. Die EnBW selbst wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Prokon hatte Anfang 2014 Insolvenz angemeldet. Interessenten müssen bis Anfang der Woche Gebote abgeben, danach berät dann der Gläubigerausschuss. Im Juli werden die Gläubiger dann über einem Insolvenzplan abstimmen, der entweder einen Verkauf oder eine Übernahme durch die Anleger vorsieht. Am Freitag hatte bereits Capital Stage Interesse bekundet.

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Für die EnBW wäre das Portfolio, das Prokon seit der Gründung im Jahr 1995 aufgebaut hat, attraktiv. Das Unternehmen plant, realisiert und betreibt Onshore-Windparks in Deutschland, Polen und Finnland. Als Prokon Anfang 2014 den Insolvenzantrag stellte, waren Windanlagen mit einer Leistung von mehr als 500 Megawatt in Betrieb – genug, um rein rechnerisch mehr als 200 000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Die EnBW selber hat aktuell nur Onshore-Windparks mit einer Kapazität von 200 Megawatt.

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