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27.01.2005

11:10 Uhr

Nach eigenen Angaben jetzt weltweit umsatzstärkster Zulieferer

Bosch wächst kräftig als Zulieferer

Der Automobilzulieferer und Elektrokonzern Bosch ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 40 Milliarden Euro, teilte die Robert Bosch GmbH am Donnerstag in Stuttgart mit. Mit Erlösen in Höhe von 25,3 Milliarden Euro oder plus sieben Prozent sei man 2004 erstmals der weltweit umsatzstärkste Automobilzulieferer gewesen.

HB STUTTGART. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrage gut sechs Prozent vom Umsatz (rund 2,4 Mrd. Euro), hieß es. Vor allem das Ausland trug zu dem Umsatzwachstum bei. Das hohe Wachstumstempo kann Bosch aber 2005 nicht durchhalten. Die rasant gestiegenen Stahlpreise, der schwache Dollar und eine geringere Steigerung der weltweiten Autoproduktion dürften beim Umsatzwachstum und beim Gewinn Spuren hinterlassen. Bosch-Chef Franz Fehrenbach sagte, der Anstieg der Fahrzeugproduktion im Vorjahr von sechs Prozent sei eine Ausnahme gewesen. „Ein Plus von drei bis vier Prozent in diesem Jahr wäre gut“. Zum Umsatzwachstum sagte Fehrenbach: „Diese Steigerung werden wir nicht nochmal schaffen“. Er rechnet etwa mit der Hälfte bis Zweidrittel der Steigerungsrate des Vorjahres. Auf jeden Fall werde der Erlöszuwachs einstellig sein. Ob Bosch in diesem Jahr beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit die angepeilte Rate von sieben Prozent des Umsatzes erreichen wird, ließ Fehrenbach offen. Nachdem aber Ende 2004 die Stahllieferungskontrakte ausgelaufen seien, „stehen wir 2005 voll im Wind“, wie es Geschäftsführungsmitglied Wolfgang Chur formulierte. Der Gewinn könne mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag belastet werden, sollte Bosch die hohen Rohstoffpreise allein schultern müssen.

Der Kraftfahrzeugbereich legte beim Umsatz um sieben Prozent auf 25,3 Milliarden Euro zu. Die Industrietechnik wuchs um elf Prozent auf 5,2 Milliarden Euro, die Erlöse bei Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik wuchsen um 13 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. Beide Bereiche profitierten von der erstmaligen Vollkonsolidierung von Buderus. Wie geplant, sank der Anteil der Kraftfahrzeugtechnik am Bosch-Umsatz 2004 erneut, diesmal von 65 auf 63 Prozent. Bosch wolle sich verstärkt auf die Wachstumsregionen der Welt in Asien, Lateinamerika und auch Nordamerika ausrichten, betonte Fehrenbach. Er sieht gute Chancen für den modernen Diesel in den USA und in China. Dort wird jetzt massiv mit 200 Millionen Euro in die Dieseltechnik investiert. Insgesamt fließen in drei Jahren eine halbe Milliarde Euro an Investitionen nach China. Aber auch die Hybridtechnik geht Bosch jetzt zügig an. Der Bosch-Konzern stellte 2004 rund 1100 neue Mitarbeiter ein. Jetzt arbeiten 242 500 Menschen dort, davon 110 700 in Deutschland. Hier wurden 2000 neue Jobs geschaffen, sagte Fehrenbach.

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