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19.05.2014

18:51 Uhr

Nach Image-Debakel

GM wirbt US-Kommunikationschef von VW ab

General Motors setzt auf einen VW-Manager, um sein Image wieder aufzupolieren: Tony Cervone, bislang Kommunikationschef von Volkswagen in den USA, wird ab sofort die PR des Opel-Mutterkonzerns leiten.

Logo von General Motors vor eine USA-Flagge: Der neue Kommunikationschef muss bei GM nun eine ganze Serie an Rückrufen in der Öffentlichkeit verkaufen. dpa

Logo von General Motors vor eine USA-Flagge: Der neue Kommunikationschef muss bei GM nun eine ganze Serie an Rückrufen in der Öffentlichkeit verkaufen.

DetroitGeneral Motors setzt auf einen VW-Manager, um die Auswirkungen des Zündschloss-Debakels aufs Image einzudämmen. Tony Cervone, bislang Kommunikationschef von Volkswagen in den USA, wird ab sofort die weltweite Kommunikation des Opel-Mutterkonzerns leiten, wie GM am Montag mitteilte. Er folgt damit auf Selim Bingol, der vor einem Monat überraschend ausgeschieden war.

Cervone ist einer der bekanntesten PR-Manager in der US-Autobranche. Für ihn bedeutet der neue Job eine Rückkehr nach Detroit: Er hatte lange Jahre bei Chrysler, später DaimlerChrysler sowie bei General Motors gearbeitet. Nach einem Abstecher zur Fluggesellschaft United ging er vor drei Jahren zur Volkswagen Group of America. Cervone hatte Anteil daran, dass die Verkäufe der Hauptmarke VW zunächst kräftig stiegen; zuletzt schrumpften sie jedoch wieder.

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Das Debakel um defekte Zündschlösser wird für General Motors immer teurer. Nicht nur häufen sich die Reparaturkosten, nun wird auch eine Strafe fällig. GM hat nach Ansicht der Aufsichtsbehörde zu lange gezögert.

Bei General Motors muss der 51-Jährige nun die Serie an Rückrufen in der Öffentlichkeit verkaufen. „Ich habe mit Tony in der Vergangenheit gearbeitet und er besitzt mein Vertrauen und meinen Respekt“, erklärte Konzernchefin Mary Barra. Weltweit müssen 12,8 Millionen Wagen in die Werkstätten. Weil der Hersteller gefährliche Mängel an Zündschlössern zu spät gemeldet hatte, war GM erst am Freitag zur Zahlung einer Strafe von 35 Millionen Dollar verdonnert worden.

Von

dpa

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