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30.05.2012

09:17 Uhr

Nach Kartellverfahren

Voestalpine erwartet stabiles operatives Ergebnis

Industriekonzern Voestalpine hat im vergangenen Geschäftsjahr wegen der Wirtschaftskrise weniger verdient als noch 2011. Die Analystenerwartungen zeigen aber: Es hätte die Österreicher auch schlimmer treffen können.

Ein Blick in das Stahlwelt-Museum von Voestalpine in Österreich. PR

Ein Blick in das Stahlwelt-Museum von Voestalpine in Österreich.

WienDer Stahl- und Industriekonzern Voestalpine erwartet angesichts der anhaltenden Wirtschaftsflaute in Teilen Europas im laufenden Geschäftsjahr einen stagnierenden Betriebsgewinn. Grund dafür sind maue Geschäfte im Stahlbereich, der bereits im vergangenen Winter unter der Zurückhaltung vieler Kunden gelitten hatte, erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Das operative Ergebnis werde daher im Anfang April angelaufenen Geschäftsjahr "in etwa auf dem Nivau des abgelaufenen Jahres" liegen. 2011/12 verbuchte der Konzern wegen hoher Rückstellungen in Folge eines Kartellverfahrens vor Zinsen und Steuern einen Gewinnrückgang von knapp 29 Prozent auf 704 Millionen Euro.

In ihrer Prognose schlägt die Voestalpine etwas pessimistischere Töne an als zuletzt. Das gilt vor allem für das klassische Stahlgeschäft, das noch ein Drittel des Umsatzes ausmacht: "Die durch strukturelle Überkapazitäten gekennzeichnete Branche ist weit von der zu Jahresbeginn 2012 erhofften Erholung bis zum Sommer oder gar einem selbsttragenden Aufschwung im Jahresverlauf entfernt", hieß es im Geschäftsbericht. Neben der seit mehreren Jahren schwächelnden Bauindustrie "leiden inzwischen auch erhebliche Teile der Automobilindustrie sowie des Energiesektors unter einer zunehmenden Nachfrageschwäche". Auch die gute Entwicklung im Maschinenbau, sowie der Luftfahrt und Bahnindustrie könne das nicht kompensieren.

Die schwache Auslastung der europäischen Stahlindustrie drücke auch die Preise: "Die massive Unterauslastung in Europa führt vor allem im Bereich der Massenstähle in Verbindung mit stark volatilen, tendenziell jedoch sinkenden Rohstoffpreisen zu wertvernichtenden Preiskämpfen", erklärte die Voestalpine. Zuletzt hatte sich Firmenchef Wolfgang Eder noch zuversichtlich für eine Erholung es Stahlgeschäfts gezeigt und eine starke Nachfrage bis in den Herbst angekündigt.

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