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27.11.2013

19:55 Uhr

Nach Kritik

PSA-Chef verzichtet auf Millionenrente

PSA Peugeot Citroën steckt tief in der Krise. Verständlich, dass eine millionenschwere Zusatzrente für den scheidenden Chef da für Unmut sorgt. Nun hat Varin reagiert und bekanntgegeben, Einschnitte zu akzeptieren.

Hat den Aufschrei der Empörung vernommen: Philippe Varin. ap

Hat den Aufschrei der Empörung vernommen: Philippe Varin.

ParisNach einem öffentlichen Sturm der Entrüstung will der scheidende Chef des angeschlagenen französischen Autoherstellers PSA Peugeot Citroën eine Zusatzrente von 21 Millionen Euro nicht mehr in Anspruch nehmen. Philippe Varin erklärte am Mittwoch seinen Verzicht auf den versüßten Abschied. Angesichts der massiven Stellenstreichungen im Konzern war die geplante Altersversorgung von der französischen Regierung scharf kritisiert worden.

Die Höhe der Altersbezüge geht aus im März veröffentlichten PSA-Unterlagen hervor. Doch angesichts der Empörung über die Summe ruderte Varin schließlich zurück. „Ich habe entschieden, auf die aktuelle Regelung meiner Altersbezüge zu verzichten“, sagte er auf einer Pressekonferenz. Nächstes Jahr soll der 61-jährige Varin an der PSA-Spitze vom ehemaligen Renault-Manager Carlos Tavares abgelöst werden. Gewerkschaftsvertreter und Politiker hatten schockiert auf die kursierenden Zahlen reagiert.

Finanzminister Pierre Moscovici forderte den Konzern auf, Klarheit zu der „unangemessenen“ Rente für Varin zu schaffen. Er erinnerte an die schwierige Lage des Unternehmens, dem der Staat mit einer Garantie von sieben Milliarden Euro für die PSA-Bank geholfen habe. Industrieminister Arnaud Montebourg sprach von einer "unzulässigen" Regelung. Varin solle auf das Geld verzichten, forderte auch ein Gewerkschafter des Werks Aulnay, das wegen der schweren Krise des Konzerns geschlossen wird.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Der scheidende PSA-Chef hatte zunächst gesagt, dass er die Reaktionen verstehen könne, es sich aber um eine Fehlinterpretation handle. Im Sender France Info hob er hervor, dass er bei seinem Ausscheiden keinerlei Entschädigung erhalten werde, dafür aber eine jährliche Zusatzrente von rund 300.000 Euro netto. Dafür habe PSA 21 Millionen Euro zurückgestellt. Letztlich gab Varin dann auch diese Position auf.

Mit einem Minus von fünf Milliarden Euro hatte PSA Peugeot Citroën im vergangenen Jahr den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte hinnehmen müssen. Ein drastischer Sparplan, der die Streichung von insgesamt 8000 Stellen in Frankreich vorsieht, hatte 2012 zu heftigen Auseinandersetzungen mit der sozialistischen Regierung in Paris geführt.

Von

afp

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