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28.07.2014

15:33 Uhr

Nach Kritik von Wettbewerbshütern

Peking drängt Audi und Co. zu Preissenkungen

Ob Audi, BMW oder Daimler: Deutsche Autos sind den chinesischen Wettbewerbshütern zu teuer. Sie fordern billigere Reparaturen und Ersatzteile. Ein deutscher Autokonzern hat sich dem Druck bereits gebeugt.

Deutsche Autos sind chinesischen Kartellbehörden zu teuer, sie fordern Nachlässen und Autohersteller wie Audi und und BMW sind bereit, nachzugeben. obs

Deutsche Autos sind chinesischen Kartellbehörden zu teuer, sie fordern Nachlässen und Autohersteller wie Audi und und BMW sind bereit, nachzugeben.

PekingAuf dem weltgrößten Automarkt in China haben Wettbewerbshüter deutschen und anderen Herstellern zu hohe Preise vorgeworfen. Ermittler forderten von ausländischen Oberklasse-Herstellern Preisnachlässe für Reparaturen und Ersatzteile, wie aus einer am Montag von Staatsmedien abgedruckten Stellungnahme der mächtigen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) hervorgeht.

Chinas Markt für Oberklasse-Autos wird von den deutschen Herstellern Audi, BMW und Daimler dominiert. Branchenprimus Audi kündigte an, die Preise für Ersatzteile in China zu senken. „Als Premium-Marktführer hat Audi die Preisanpassung proaktiv vorgenommen“, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. „Audi und sein Joint-Venture FAW-Volkswagen unterstützen das Bemühen der NDRC, die Preisgestaltung im After-Sales-Bereich Chinas zu untersuchen.“

Vom ersten August an sollen Audi-Ersatzteile bis zu 38 Prozent günstiger verkauft werden, berichteten chinesische Medien. Zuvor hatte auch Jaguar Land Rover Preisnachlässe angekündigt. Die Anti-Monopolabteilung der NDRC begrüßte laut Mitteilung die Entscheidungen von Audi sowie Jaguar Land Rover. Sie forderte ein ähnliches Vorgehen von anderen ausländischen Autobauern in China. Für Rückfragen war die Behörde am Montag zunächst nicht erreichbar.

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Der Vorstoß von den Wettbewerbshütern der NDRC kommt für Analyst Max Warburton überraschend. Seit zwei Jahren hätten ausländische Firmen im Visier der Ermittler gestanden, „aber wir hatten keine direkten Anweisungen zu Preisnachlässen erwartet“, schrieb Warburton in einer Branchenstudie.

„Die Ermäßigungen werden nur einen mäßigen Einfluss auf den Profit von Jaguar Land Rover und Audi haben“, prognostizierte der Analyst. Aber das Vorgehen der Behörden stimme Investoren skeptisch. Sie könnten weiteren Druck der Regierung befürchten. Auf dem internationalen Automarkt schätzte Warburton den Anteil des Geschäfts mit Ersatzteilen auf rund zehn Prozent des Umsatzes. Gleichzeitig sei der Verkauf jedoch sehr lukrativ für Autohersteller, und verspreche Margen von bis zu 40 Prozent.

Kommentare (2)

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Herr Nicht - Dumm

28.07.2014, 17:15 Uhr

Aber das macht doch nichts, wenn die Chinesen die Preise gesenkt haben wollen.

Die Testosteron-Migranten in Deutschland zahlen doch jeden Preis für ein Auto mit dem sich freiwillig viele "Dosen" für sie öffnen.

Herr Wolfgang Trantow

28.07.2014, 19:42 Uhr

Wann folgen endlich unsere Politiker bes. Fr. Merkel diesem Beispiel? Ich weiss aber, unsere Politiker können nur Deutsche ausnehmen!!! Alles Andere wäre ein Wunder und Wunder gibt es leider nicht!

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