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27.11.2012

13:30 Uhr

Nach kritischem Warentest

Schokoladehersteller schlagen zurück

Mehrere Firmen und der Süßwarenverband BDSI weisen Ergebnisse der Stiftung Warentest zurück. Demnach enthält Schokolade aus Adventskalendern teils Erdölrückstände. „An den Haaren herbei gezogen“, sagt ein Hersteller.

Die Hersteller von Schoko-Adventskalendern halten ihre Ware für unbedenklich. dpa

Die Hersteller von Schoko-Adventskalendern halten ihre Ware für unbedenklich.

BerlinNach einem Bericht von Stiftung Warentest über schädliche Mineralölrückstände in der Schokolade aus Adventskalendern haben sich zahlreiche Hersteller gewehrt. Einige Schokoladen-Produzenten kritisierten die Untersuchungsmethoden und Bewertungen von Stiftung Warentest. Die Bremer Firma Hachez Chocolade warf den Testern vor, Unsicherheiten zu verbreiten, „die völlig bei den Haaren herbeigezogen sind“. Eine Gesundheitsgefährdung könne „nicht einmal ansatzweise nachgewiesen“ werden.

Kraft Foods, Hersteller von Milka-Schokolade, betonte am Dienstag: „Wir möchten darauf hinweisen, dass diese Thematik nicht Schokoladen-spezifisch ist. Mineralölbestandteile kommen allgegenwertig in der Umwelt vor.“ Der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) hatte am Montag mitgeteilt, die Schokolade in den Kalendern seien nicht gesundheitsgefährdend. Einen Grenzwert für Mineralölreste gebe es bislang nicht, die Öle seien weit verbreitet.

Stiftung Warentest hatte in der Schokolade Rückstände von schädlichen Mineralölen gefunden. In neun Fällen warnten die Tester Kinder vor dem Verzehr. Zwölf Kalender waren nur gering belastet. Die winzigen Ölreste könnten aus der Farbe auf Kartonverpackungen aus recyceltem Altpapier stammen. Die Süßwaren-Kette Arko kündigte daraufhin den Rückzug ihrer Kalender aus den Geschäften an.

Von

dpa

Kommentare (1)

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juergenkalaehne

27.11.2012, 23:46 Uhr

Mineralölrückstände in Verpackungen sind weit
verbreitet, so auch bei Schokoladenherstellern
wie Milka und Hachez. Die Süßwarenindustrie hat
das zugegeben.

Also gilt das nicht nur für die genannten Kalender.
Auch viele andere Produkte sind dann wohl betroffen:
Packungen mit Ostereiern, aufwendige Pralinenpackungen...

Ich möchte mir und wohl auch vielen anderen Liebhabern
edler Schokolade und auch ahnungslosen Kindern das nicht
länger zumuten. Aussagen aus der betroffenen Branche, daß
Mineralölreste in Schokolade keine Gesundsheitsgefahr für
Menschen bedeuten würden, die überzeugen mich nicht.

ich möchte Fakten von Wissenschaftlern, die nicht kraft
Amtes dem Profitdenken der Industrie verpflichtet sind. Jürgen Kalähne

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